Martha

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Was lange währt, wird endlich fertig:
Schnitt: Martha vom Milchmonster
Stoff: Jersey, wieder mal aus dem wunderbaren Sortiment von Traumbeere

Eigentlich wollte ich spätestens Ostern damit angefangen haben, aber mein Unterbewusstsein wollte das Teil wohl lieber mit der Overlock nähen. Das ging auch wirklich super. Der Schnitt ist toll und bietet unheimlich viel Spielraum für Variationen – Martha wird bestimmt noch einige Schwestern bekommen.

Die letzten zweieinhalb Monate in zehn Minuten …

Ich habe seit Mai einen neuen Job. Festanstellung, Vollzeit. Manchmal sehr volle Vollzeit. Ich bin abends meist recht platt und handarbeite zur Zeit wenig, und nach 40+x Stunden vor dem Bildschirm habe ich auch nur noch wenig Antrieb, mich zum bloggen hinzusetzen. Außerdem wird’s hier im Sommer ja ohnehin weniger, da bin ich eher draußen. Und jetzt gibt es auch noch Pokémon Go, herrje, das hat mich ja voll erwischt. Drüben auf Ravelry bin ich noch recht aktiv, wenn man es als „aktiv“ gelten lässt, dass ich durch meine Lieblingsforen gucke und Herzchen verteile. Na gut, und ich pflege meine Projekte und melde mich brav jeden Monat in der Podcasting auf deutsch-Gruppe zum MMM Check-In (MMM wie „Motivation, Meilensteine, Mottomonate“). Und staune, was dann über den Monat doch zusammengekommen ist, obwohl ich eigentlich nicht das Gefühl hatte, irgendwas geschafft zu haben.

05-07_Mai

Ich habe im Mai aus der Angora Pure von Seidenhase, die ich im Oktober in Vaterstetten gekauft habe, ein weiteres Sonnenfeuer angeschlagen. Da bin ich auch noch bei, die erste Hälfte ist fast fertig. Außerdem hatte ich mir vorgenommen, vor der Tour de Fleece die GOTS-Merino von der Stockumer Wollwerkstatt endlich vom Rad zu kriegen. Die war da nämlich seit Januar 2015 drauf und so langsam wollte ich mal was anderes sehen. Ich hab also ordentlich ins Pedal getreten …

05-07_Juni

… und im Juni war dann alles versponnen. 250g, irgendwo zwischen Fingering und Sport Weight. Und außerdem war Fußball-EM, da habe ich jede Menge Hexipuffs für den Beekeepers Quilt gestrickt. Die eignen sich nämlich hervorragend als Nebenbei-Projekt, und wenn ich mich ranhalte, schaffe ich pro Halbzeit eines. Und ich habe viele Spiele gesehen. Jetzt ist auch erstmal wieder gut mit Fußball. Und mit Hexipuffs. Ich glaube, seit der EM ist ein einziger fertig geworden. Eine Projekttasche hab ich noch genäht, weil die Angorawolle zum Mitnehmen eine nettere Aufbewahrung verdient als eine Plastiktüte und weil ich endlich was mit meinem tollen Oktopusstoff machen wollte, den ich schon seit Jahren bunkere. Einen halben Meter davon, um genau zu sein. Große Couture wird da eh nicht draus.

05-07_Juli

Im Juli war ich dann wieder etwas produktiver. Ich habe 110g Merino-Seidenmischung versponnen, das fertige Garn hat etwa 260m und könnte zum Beispiel eine Mütze werden. Dann habe ich nach dieser Anleitung aus Denim-Resten und einem Schlüsselband eine Handytasche zum Umhängen genäht. So etwas brauchte ich eigentlich seit Jahren immer dann, wenn ich im Sommer nichts mit Taschen anhatte, um das hörbuchabspielende Gerät zu verstauen. Die früheren Geräte konnte ich zur Not leidlich in den BH stopfen, musste aber auch da bei jeder Bewegung aufpassen, und seit dem iPhone 6 geht das nicht mehr. Ich könnte natürlich die Oberarmtasche, die ich auch zum Laufen verwende, nehmen, ich mag aber nicht über Stunden etwas an den Arm geschnallt haben. Und um dann mal etwas völlig anderes zu machen, habe ich mich im Kurs „Sketchbook Explorations“ auf creativebug eingeschrieben. Die erste Episode mit Wasserfarben und Fineliner war am Sonntag sehr entspannend. Ich würde eigentlich morgen gern die nächste machen. Eigentlich. Denn ein neuer regelmäßiger Job geht auch mit neuem regelmäßigen Gehalt einher. Ich habe die Tage den Sparstrumpf auf links gezogen und meinen Maschinenpark um ein Kromski Sonata und eine Bernina 1150 MDA erweitert. Jetzt rohrkrepiert meine Wochenendplanung an akuter Optionsparalyse. Selber schuld.

Frau Marlene

FrauMarlene

Nur ganz kurz: Fertig! :)
Schnitt: FrauMarlene von schnittreif
Stoff: Jersey von Traumbeere

m11-fuerMarthaEigentlich wollte ich dort nur Stoff nachbestellen. Ich habe auf dem Stoffmarkt Holland im letzten Jahr den großgeblümten Jersey auf dem Bild mitgenommen, ohne konkrete Idee, was aus ihm einmal werden sollte. Ich habe mich entschieden, dass ich daraus eine Martha vom Milchmonster nähen möchte, dafür brauchte ich aber noch einen zweiten Stoff. Also habe ich die Variante mit den kleinen Blümchen dazubestellt. Und damit die sich im Paket so ganz allein nicht langweilt, damit sich die Versandkosten lohnen und weil ich spontan verliebt war, sind die Füchse noch mit ins hineingeraten. Die hab ich dann aber wenigstens unmittelbar verarbeitet.

Und was Martha angeht, werde mich vielleicht schon über die Osterntage mal ans Werk machen. Vorausgesetzt, ich kann mich dazu aufraffen, den aus gefühlt siebenundachtzig A4-Seiten bestehenden Papierschnitt auszudrucken und zusammenzukleben.

iPad-Sitzsack

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Ich habe momentan wieder ein Netflix-Abo. Da ich grad ein bisschen mehr Zeit habe als sonst, habe ich es wieder aktiviert und mich durch Unbreakable Kimmy Schmidt (wunderbar) und Jessica Jones (nunja, aber als grundsätzlich Marvel-begeistert muss ich wohl) geschaut, und nun habe ich Lilyhammer (sehr unterhaltsam!) begonnen.

Ich habe zwar einen Chromecast, um auf dem Fernseher schauen zu können, aber besonders gern schaue ich auf dem iPad im Bett oder auf dem Liegesessel des Mannes (wenn ich schneller bin als er). Das erfordert allerdings zusätzliches Equipment. Bisher habe ich mir eine Nackenrolle auf die Schienbeine gelegt und das iPad daran angelehnt, wobei meine Kniescheiben das Umfallen verhindern sollten, aber das hat eher mäßig funktioniert. Entweder ist es bei der kleinsten Bewegung doch weggerutscht, oder mir ist irgendein Körperteil eingeschlafen. Nun werden sich einige vielleicht fragen, warum ich nicht einfach die Beine anwinkle und das Tablet ganz gemütlich auf die Oberschenkel lege. Ganz einfach: weil da ja noch irgendwie das Strickzeug hin muss.

Gefragt war also ein iPad-Ständer, der auf unebener Oberfläche (Beine, Woll- oder Bettdecke) funktioniert. Eine Art Sitzsack, den man passend knautschen kann. Meine erste Anlaufstelle für sowas ist in letzter Zeit Pinterest, und da wurde ich auch recht schnell fündig. Dies ist die Anleitung, die ich verwendet habe, den schwarzen Denim hatte ich noch im Vorrat, und da ich den Knopf irgendwie trutschig fand, habe ich die umgeschlagene Ecke unter einem Patch versteckt (ein Stück Baumwollstoff, Volumenvlies und T-Shirt-Transferfolie). Das Aufnähen von Hand war ein bisschen mühsam, aber eigentlich ganz meditativ. Das mit den Ecken kriege ich vielleicht irgendwann mal hin. Die Füllung besteht aus Füllwatte und Milchreis, der Boden wird theoretisch von einem Stück Pappe stabilisiert, ich weiß nicht, ob ich das theoretisch nicht auch hätte weglassen können. Vielleicht nähe ich ja noch einen zweiten, dann probiere ich das mal aus. Und dann würde ich wohl auch die Größe anpassen. Die Anleitung ist von 2012, da waren die iPads noch kleiner als heute …

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Bambikleid

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Bis Ende letzten Jahres habe ich mir noch regelmäßig die burda gekauft. In jeder Ausgabe habe ich irgendein Teil gefunden, das ich mir gern irgendwann nähen wollte, meist Kleider. In meinem Regal stehen drei Zeitschriftensammler mit burden drin, aus denen oben kleine Post-It-Lesezeichen rausgucken. Ich hab sogar mal versucht, mit Post-It-Farben Ordnung reinzubringen – pink für Kleider, gelb für Hosen, orange für Oberteile, grün für Sonstiges. Was genau ich mir von diesem System damals versprochen habe, kann ich gar nicht mehr sagen, fest steht, dass es jedenfalls nicht dazu geführt hat, dass ich Projekte schneller angehe geschweige denn abschließe. Je nun.

Letzte Woche hat mir facebooks Funktion „An diesem Tag“ eine Projektidee von vor zwei Jahren wieder in die Timeline gespült. Ich hatte mich spontan in das Kleid Nr. 129 aus der burda 12/2013 verguckt, nur wollte ich es nicht einfarbig ferkelrosa nähen, sondern stattdessen zwei Stoffe verwenden, einen einfarbigen und einen gemusterten. Der Schnitt sieht nämlich oben und am Saum echte Teilungsnähte vor, das ist nicht einfach nur abgesteppt. Der Plan war schnell gefasst, und ich habe auch relativ flott über Dawanda den namensgebenden Stenzodruck gefunden und erstanden … und dann passierte zwei Jahre nichts. Bis facebook mich letzte Woche daran erinnert hat und ich, nachdem ich kurz überlegt habe, ob ich dieses Kleid wirklich noch haben will, beschlossen habe, es anzufangen. Ich habe also Futterstoff und dunkelbraunen Feincord bestellt, den Schnitt durchgezeichnet, und da der Feincord und DHL ungeplant eine ganze Woche miteinander verbringen wollten und der Futterstoff zuerst da war, habe ich, um den Schwung nicht zu verlieren, eben mit dem Futterkleid angefangen. Und das ist gerade fertig geworden und sitzt soweit gut.

Die Borte und der Zierstichfaden auf dem Bild sind Optionen, da weiß ich noch nicht, ob ich sie verwende. Weiterhin habe ich versuchsweise einen Ärmel von einem anderen Kleid zusätzlich durchgezeichnet und schaue mal, wie es aussieht, wenn ich statt des vorgesehenen Ärmels einen kürzeren einsetze. Denn etwas drunterziehen werde ich unter das Kleid auf jeden Fall. Die Armkugel sieht da etwas anders aus, und ich habe mit solchen Modifikationen noch überhaupt keine Erfahrung. Ich werde es einfach mal ausprobieren. Nächster Schritt: Oberstoff zuschneiden, falls nötig Baumwolldruck mit Vlieseline verstärken. Womöglich schon an diesem Wochenende.

Zwergenprinzessin

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Bevor mein Blog wieder einschläft, wollte ich euch wenigstens schnell ein weiteres Teil zeigen, das vor kurzem fertig geworden ist. Der Stoff ist einer der 20%-Inkonsequenz-Ausrutscher vom Holländischen Stoffmarkt, Liebe auf den ersten Blick. Es ist alles drauf: Zwerge, Einhörner, Eiswaffeln, Froschkönige, die auf Fliegenpilzen sitzen, goldene Schlüssel, Schwäne, Hasen mit Zylinder, Feen im Tutu … Der T-Shirt-Schnitt ist ein Basic-Schnitt, „Sandra/Sandy“ von Tipp-Tapp-Stoffe. Das mit Jersey und mir klappt immer besser, mit Zickzackstich oder Zwillingsnadel geht das auch mit der alten Singer, die eigentlich keine Stiche für elastische Stoffe hat, und seit ich Schneidmatte und Rollschneider habe, gestaltet sich auch das Zuschneiden sehr viel entspannter. Das Shirt war also fix genäht und mit am längsten hat es gedauert, das Zwergenmedaillon in der Mitte mit Pailetten zu verschönern. Tja. Und jetzt schneit’s. Aber der nächste Sommer kommt bestimmt!

Demon Kitty Bag

IMG_8200Ich habe auf dem Katzenjammer-Konzert im März nicht nur das Tourshirt gekauft, sondern auch diese vier Buttons. Bereits mit der Idee, eine selbstgenähte Tasche aufzuwerten. Diese Tasche existierte noch nicht, nahm jedoch vor meinem inneren Auge alsbald Gestalt an. Dass sie aus abgerocktem Jeansstoff bestehen würde, war relativ schnell zu erkennen. Aber woher nehmen?

Vor einiger Zeit bin ich auf eine App aufmerksam geworden, die Do me a Favour heißt. Zu deutsch „Tu mir einen Gefallen“, oder auch „Nachbarschaftshilfe 2.0“. Ich habe sie direkt ausprobiert und nach alten Jeans für ein Patchworkprojekt gefragt, Abnutzungszustand egal. Ich bekam fünf gut abgehangene Hosen in unterschiedlichen Blautönen. Super Sache.

Dann der Schnitt. Eine neue Anleitung zu kaufen fällt dieses Jahr aus. Aber ich habe ja mehr als genug. Ich habe bisher mehrere Exemplare von burdas „Diana“ genäht – ich habe die Maße modifiziert und eine Innentasche mit Reißverschluss dazugemogelt, aber im Wesentlichen war es der Schnitt. Jetzt hätte ich allerdings eigentlich gern eine Seitenwand. Also kreuze ich den Diana-Schnitt mit dem der runden Handtasche aus dem Buch “Taschen – Moderne Klassiker nähen” (das ist diese hier).

Für die Katzenjammer-Bass-Balalaika, die die Klappe zieren soll, ist im Internet ruckzuck eine Vorlage gefunden. Die Frage ist jetzt noch: wie setze ich die einzelnen Stoffteile zusammen? Appliziere ich ein Stoffstück, so dass die Ecken des Instruments über die Klappe ragen, oder male ich es nur auf? Sticke ich die Linien/Saiten oder male ich sie nur? Wären ein paar Nieten nicht noch nett? Will ich einzelne Teile der Hosen am Stück recyclen (zum Beispiel den Bund zum Tragegurt machen)? Und was ist mit Innenfutter? Am liebsten hätte ich einen Stoff mit einem Muster, der dem Hintergrund eines der vier Buttons möglichst nahe kommt. Ich hab noch Stoff mit Tupfen, allerdings nicht in blau, sondern in rot. Entscheidungen …

Projektbeutel

projektbeutel02Einer meiner Vorsätze für dieses Jahr war, etwas mit der Korsar-Genua zu machen. Ich habe damit nun angefangen, habe die 6 m² zerlegt und dann herumprobiert: Kann man das Material bügeln? Ja, das geht auf Stufe 2 ohne Dampf, riecht dann halt ein bisschen nach Plastik.
Welche Farbe hält darauf? Künstler-Acrylfarbe ist super, wenn sie nicht zu dick ist.
Lässt sie sich mit der Singer nähen? Ja, die Singer jammert, aber sie näht, es braucht keine besondere Nadel, kein besonderes Nähgarn. Der Stoff verzeiht nix, Löcher bleiben sichtbar, Stecknadeln gingen gar nicht hinein, ich hab Büro- und Umlegeklammern und einmal auch Klebeband zum Fixieren genommen.
Die Anleitung ist aus Steffis Hobbyatelier, ich hab mich für den ersten Versuch an die Maße gehalten, werde diesen Beutel aber sicher nochmal etwas kleiner für Sockenprojekte adaptieren. Dann aber wohl nicht aus Segel, das Material ist schon ziemlich bockig. Den Rest davon werde ich wohl für (mindestens) eine Umhängetasche verwenden. Die Frage ist dann auch noch: das Segel hat ein Fenster, was mache ich damit? Und es sind noch Trimmfäden dran, kann ich die irgendwie gestalterisch sinnvoll einbeziehen? Die sind natürlich, wie es sich für Trimmfäden gehört, am Vorliek, also recht dicht an der Kante, angebracht, was die Möglichkeiten einschränkt. Mal gucken. Ein paar Ideen habe ich, ich muss mal probieren, ob das alles so funktioniert. Erzähle ich euch dann natürlich :)

Waterkant Trophy

IMG_4318Am Wochenende habe ich an meinem ersten DDV-Turnier teilgenommen. Bei den Turnieren des Deutschen Dartverbands gibt es eine Kleiderordnung. Schwarze Hose, Damen auch gern schwarzer Rock, keine Jeans. Hatte ich nicht. Und ich hasse Hosen kaufen. Ich geh an sich nicht gern einkaufen. Also Klamotten. Jedenfalls nicht, wenn ich etwas Bestimmtes suche. Ich brauche – darüber hab ich mich hier auch schon mal beklagt, glaube ich – für Hüfte und Taille unterschiedliche Größen. Und die meisten Hosen haben – nachvollziehbarerweise – nur eine Größe. Es gibt genau ein Jeansmodell von HIS, das mir gut passt, nämlich die Sunny. Und ich hoffe, die nehmen sie nie, nie, nie! aus dem Programm. Andere Hosen sind Glückssache, die Suche langwierig, und meist habe ich da keine Lust zu. Also selber nähen. Bettina hatte grad diese Hose aus der burda genäht. Sah gut aus. Hohe Taille, Reißverschluss an der Seite. Wenige Teile, Schwierigkeitsgrad zwei, sieht so aus, als wäre das innerhalb einer Woche machbar. Also habe ich Stoff gekauft – einen Woll-Polyester-Mix, der sich sehr kooperativ verhalten hat, er hat lediglich ein bisschen gefusselt. Wo wir grad bei kooperativ sind: das kann man von meiner alten Singer nicht behaupten. Das Lämpchen ist durchgebrannt (und nachbestellt, müsste diese Woche kommen), ihre Fadenspannungszicken hatte sie auch wieder und irgendwie kommt aus dem Spulenkasten ein neues Klappern. Und die Pfaff ist immernoch bei 500 EUR. Seufz …

CRW_4221Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden, ich werd sie sogar nochmal nähen. Ich habe schon einen Nadelstreifenstoff gesehen, der mir gut gefällt. Sie sitzt gut. Von Taille auf Hüfte bin ich eine Größe hochgegangen und daher werde ich bei der nächsten Version einen längeren Nahtreißverschluss nehmen. In den vorderen Besatz habe ich – siehe Foto oben – das Foto meiner ersten 180 eingenäht, strategisch so platziert, dass ich es, wenn ich vorm Match mit Panikpipi aufs Klo fliehe, sehe. Viel geholfen hat es nicht, es wurde von Anfang an KO-System gespielt, ohne Gruppenphase, und wir hatten nur ein Spiel. Aber nun habe ich so eine Hose, und im nächsten Jahr im Januar ist ein Turnier in Bremen. Mal schauen, was dann geht.

Die Shirts haben wir auch selbst gestaltet und bei Spreadshirt drucken lassen. Wir haben Doppel gespielt und das sollte man auch sehen, haben also die gleichen Shirts, jeweils vorn den Namen auf einer Dartscheibe, hinten „Noch knapper ist drin“. Das war die Idee meiner Doppelpartnerin. Auch, das „Noch drin“ größer zu machen, so dass man es als erstes sieht, im Sinne von „noch im Turnier“. Ich bin jetzt jedenfalls offiziell angefixt. Eigentlich wollte ich dieses Jahr noch keine Turniere spielen, weil ich dachte, wenn die mir da Scores von 80 und mehr um die Ohren hauen, bin ich noch über 300, wenn sie ausmachen, das macht mir keinen Spaß. Aber das tun sie gar nicht unbedingt, jedenfalls nicht in den ersten Runden, ich hab also auch als Frischling durchaus eine Chance.

Was machen eigentlich …

… die diversen angefangenen Projekte? Es gab da doch noch – ganz früher, die älteren unter meinen Lesern werden sich erinnern – das Time and Space Safari Kleid, was ist denn damit eigentlich?
Und wie ist der Frühlingsjäckchen-Knitalong ausgegangen?
Zeit für eine Bestandsaufnahme.

Zur Linken der (nicht mehr ganz) aktuelle Stand des Time and Space Safari-Kleides: ich habe mittlerweile den Schnitt durchgezeichnet, übertragen und den Stoff zugeschnitten, also kann der Spaß eigentlich losgehen, jetzt, wo ich den Part, den ich am wenigsten mag, hinter mich gebracht habe.

Das Frühlingsjäckchen ist mein Sorgenkind. Ich habe irgendwann, als es schon ziemlich weit gediehen war, festgestellt, dass es ziemlich wurstpellig sitzen würde. Die 3er Nadel war dann doch keine gute Idee. Ich hab es also aufgeröppelt und mit der 3,25er Nadel neu angeschlagen, und zwar gleich die größere Größe, das erschien mir sinnvoll. Für die hätte ich aber ein Knäul mehr gebraucht. Das wollte ich bei Geilsk nachbestellen. Dort ist aber unterdessen genau meine Farbe aus dem Sortiment geflogen. Ich habe also recht halbherzig weitergestrickt, weil nicht klar war, ob das Material reichen würde. Ein bisschen habe ich dabei über garnsparende Modifikationen nachgedacht und jede Idee eigentlich sofort wieder verworfen. Ärmel kürzen? Das ziehe ich nicht an, ich kenne mich. Ich will lange Ärmel. Bolero-Variante? Nee, echt nicht. Also eigentlich habe ich gar nicht weitergestrickt. Seufz. Und mich vor ein paar Wochen dazu durchgerungen, das gute Stück nochmal aufzuröppeln und in der ursprünglich geplanten Größe mit 3,25er Nadeln anzuschlagen. Ich weiß nicht, wie viele Stunden in dem Teil schon stecken, aber ich bin wild entschlossen, es im nächsten Frühjahr anzuziehen. Zusammen mit dem Kleidchen. Das ist nämlich schon fertig und wurde sogar schon getragen. Ohne Jäckchen, aber mit Unterkleid. Hab ich das schon gezeigt? Ich glaub nicht. Mach ich noch.

Dann ist da noch die Jacke Manu (Ravelry Link). Der Schnitt ist genau meins, das Garn ist eine Woll-Nylon-Mischung aus der Hamburger Wollfabrik, in einem warmen Rot, eigentlich genau meine Farbe. Recht weit gediehen ist sie auch schon, das Vorder- und Rückenteil ruht und wartet auf die Ärmel. Die sind beide schon angefangen und vielleicht 15 cm lang. Mit Nadelstärke 3,75 geht’s auch vergleichsweise flott. Keine Ahnung, warum ich da nicht weitermache.

Auch noch dabei: das Top Karpen von Marianne Isager aus Japanese Inspired Knits. Ich finde die modulare Konstruktion nach wie vor super, nicht aber das Garn, deswegen arbeite ich daran nicht weiter. Ich trage keine gestricken Tops oder T-Shirts, keine Ahnung warum. Passiert einfach nicht. Uhura (Ravelry Link) hatte ich bisher – außer für’s Foto – kein einziges Mal an. Dabei trägt es sich eigentlich nicht unangenehm, wenn ich mich richtig erinnere. Ich denke, das werde ich mir nochmal vornehmen, wenn die Jacken fertig sind. Denn eigentlich möchte ich es schon haben und es ist schon recht weit.

Außerdem liegen noch drei Paar Socken hier, von links nach rechts:
Es duftet nach Lavendel von Stephanie van der Linden, angefangen im August 2009. Ich trage Socken meist zuhause, auf dem Sofa, über Baumwollsocken. Vielleicht bin ich deswegen an den Lochmustersocken grad nicht so virulent interessiert. Vielleicht nervt mich auch die Farbe (die gar nicht so krawallpink daherkommt, wie Hipstamatic sie sieht, es ist eher ein Fliederton, besser zu sehen auf der Ravelry-Projektseite), vielleicht die verdrehten rechten Maschen, vielleicht beides. Jedenfalls geht es da irgendwie nicht weiter. Das Muster ist auch nix zum Nebenbei-Stricken, ich muss immernoch bei jeder Reihe in die Anleitung gucken.
Paraphernalia in Shibui Knits Sock in der Farbe Seaweed, wunderhübsch, leider mit Knoten wegen Mottenfraß, und das Muster mag ich auch nicht mehr. Angefangen hab ich sie im September 2010. Momentan tendiere ich zu aufröppeln und aus dem Garn ein weiteres Paar Hedgerow-Socks machen. Ein simples Muster, das sich quasi von allein strickt und mit der Wolle gut funktionieren dürfte, weil es die Ringel ein bisschen aufbricht.
Und schließlich die Spiegel Socks, angefangen im Juni 2012 und damit quasi ein Neuzugang. Ich nehme mir mal vor, die drei Paare mit in mein Weihnachts-Reisegepäck zu stecken.

Und dann ist da die Gewitterlintilla, und das ist auch schon die Zweitverwertung dieses Garns, ich hatte damit ja zunächst einen Baktus angefangen, der dann auch eine Weile lag. Inzwischen sind ein paar Rüschen fertig, und so rechte Begeisterung wie beim Hitchhiker will sich nicht einstellen. Sie rüscht nicht so, wie ich mir das anhand der Fotos in der Anleitung vorgestellt hatte. Hm.

Und zum Schluss: Der Jeweled Cowl, ein flauschiger Traum in rosa Babyalpaka mit Glitzerperlen. Auch ein Neuzugang (Juni 2012, ich hatte da wohl einen Anfall von Startitis), der deswegen noch ein bisschen warten muss, bis die älteren Projekte versorgt sind.

Übrigens: den Gryffindor-Quidditch-Fanschal-Entwurf aus dem Februar 2009 hab ich noch auf dem Zettel. Hier kommt nix weg ;)