Ab in den Teich

lissajousNachdem ich bei den Rapsglanzkäferkollektoren bei der Hälfte der Fersenwand des ersten Strumpfes angekommen war – eine mühsame Stelle übrigens, die den zwischenzeitlich recht flotten Fortschritt dramatisch gebremst hat: links verschränkt stricken ist ja schon Fummelkram, links verschränkt verzopfen setzt da nochmal einen drauf! – habe ich mich aus einem latenten Misstrauen heraus mal getraut, fertiges Gestrick und Restknäul auf die Waage zu legen. Ich hatte nämlich den Eindruck, dass das Knäul unangemessen schnell schrumpft. Und siehe da: Gewicht des fertigen Gestricks (inklusive zweier vernachlässigbarer 15 cm langer Knitpro Holznadeln in Stärke 2,5): 82 g. Gewicht des Restknäuls: 84 g. Überflüssig zu erwähnen, dass ich damals 2012 nur einen Strang in diesem Krawallgelb erbeutet habe. Das reicht ja dann mal vorn und hinten nicht. Also habe ich, ohne lange zu fackeln, die Nadeln herausgezogen und die Arbeit von vielen Stunden in fünf Minuten aufgeröppelt. So ein Mist. Ich hätte ja aber auch mal in den Materialbedarf der Anleitung gucken können, dort steht „150 bis 250g“. Da hätte ich drauf kommen können, dass 160g nicht reichen. Dass mir sowas nach all den Jahren immernoch passiert …

Lissajous gibt es in zwei Varianten, Kniestrumpf und Socken. Und für die Socken würde die Wolle locker reichen. Also vielleicht stricke ich die Socken. Später. Jetzt mag ich erstmal was Anderes machen …

Color Affection

coloraffection

Das erste Projekt für 2014 ist fertig!

Muster: Color Affection von Veera Välimäki.
Garn: Drops Alpaka

Gestrickt hab ich die „Fingering Weight Version“ (das Muster beinhaltet auch eine Variante für Lacegarn) mit Nadelstärke 4 (glaub ich). Ich bin etwas überrascht, denn es ist deutlich kleiner als auf den Fotos in der Anleitung, dabei ist mein Garn sogar dicker als Fingering Weight und verzählt hab ich mich auch nicht. Und noch größere Nadeln hätte ich nicht nehmen mögen. Ist aber auch egal, denn es ist ja groß genug. Ein bisschen ist es beim Spannen gewachsen. Das war mein erstes Projekt mit Drops Alpaka, ich bin etwas unentschlossen, was ich von dem Garn halte. Klar, Preis-Leistungs- und Farbpalettenmäßig ist es ziemlich unschlagbar. Ich stelle nur fest, dass ich Alpaka zum Stricken gar nicht so mag. Es ist glitschig und es fusselt. Ich bin mal gespannt auf die Alpaka-Spinnfasern, die ich hier habe. Die habe ich gekauft, bevor ich zum ersten Mal mit Alpaka gestrickt habe und rausgefunden habe, dass es glitschig ist. Aber dazu mehr, wenn ich es angesponnen habe.

IMG_5113Außerdem habe ich den ersten Punkt für die Aktion 14 Punkte in 2014, und das sind tatsächlich … Waschlappen. Hätte ich vor ein paar Jahren auch nicht gedacht, dass ich mal sowas stricken würde. Die Anleitungen sind Spa Day Facecloth von Anne Mancine, eine kostenlose Anleitung, und der Tawashi Knot von Marte Fagervik, das Garn ist Kollateralbaumwolle aus dem Einkauf für die Hansa Rostock-Topflappen (die hab ich gar nicht gebloggt, aber es gibt sie auf Ravelry). Klar. Hansa Rostock hat als Vereinsfarben blau und weiß und rot, da braucht man ganz dringend, sozusagen zur Sicherheit, Limettengrün und Petrol. Oh, und orange und gelb liegen hier auch noch. Wobei die glaub ich tatsächlich für Topflappen für meine Küche gedacht waren. Vielleicht häkle ich welche daraus, das hab ich zum letzten Mal in der Grundschule gemacht. Mal gucken, ob ich das noch kann.

23 done. 1627 to go.

hexipuffsIch habe ein neues Unterwegs-Strickzeug, und zwar den „beekeepers quilt“ von tiny owl knits. Ich weiß gar nicht mehr, wann und wo ich das Muster entdeckt habe. Vermutlich hab ich mich auf Ravelry mal wieder vom Hundertsten ins Tausendste geklickt, wie das immer so ist. Dann habe ich es – Feuer und Flamme – heruntergeladen, dann lag es ein bisschen auf meiner Festplatte herum, und nun habe ich es angefangen. Alles zu seiner Zeit. Karpen wurde zu groß zum Mitnehmen, Socken mag ich momentan nicht stricken, und das andere von der Größe her (noch) mitnahmegeeignete Strickzeug, das ich momentan in Arbeit habe, ist ein Color Affection von Veera Välimäki aus Drops Alpaka, und an dem arbeite ich nur in sauberer, rauchfreier Umgebung. Also stricke ich in Bus und Bahn, in der Mittagspause, im Wartezimmer, im Café oder in der Kneipe „hexipuffs“ – wie die Designerin sie nennt: das sind sechseckige Kissen, die in der Runde gestrickt werden, es gibt also keine linke Seite, der fertige Quilt wird von beiden Seiten schön aussehen. Das hat mich letztenendes von diesem Muster überzeugt. Ich suche eigentlich schon länger nach einem Projekt, bei dem ich meine gesamten Sockenwollreste und Sockenwollaffektkäufe verarbeiten kann und habe mir ein paar Anleitungen angesehen. Einige haben mir richtig gut gefallen, zum Beispiel Bobby’s Garden (Ravelry-Link) oder zuletzt die Escher-Interpretationen von Jana Huck (ebenfalls auf Ravelry) – wobei letzteres einige Fragen aufgeworfen hätte, was die Farbwahl angeht, in komplett Kraut und Rüben käme das Muster überhaupt nicht richtig zur Geltung. Zudem haben beide eine linke Seite und sind auch eher dünn, wenn ich sie aus Sockenwolle stricke. Nicht so die „hexipuffs“. Da liegt das Material nicht nur doppelt, sondern sie bekommen durch Füllwatte nochmal mehr Substanz. Zusätzlich habe ich den Vorschlag aus der Anleitung angenommen und jedes Sechseck zusätzlich mit ein paar Lavendelblüten befüllt – in erster Linie soll das verhindern, dass die ersten Sechsecke schon von Motten aufgegessen worden sind, bevor die letzten fertig sind. Und es neutralisiert auch den Mief aus den Raucherkneipen, in denen die meisten Dartspiele stattfinden. Die Idee ist momentan noch, einen Bettüberwurf von etwa 2×3 Metern daraus werden zu lassen. Vielleicht ist das ein etwas sehr sportliches Ziel. Grob überschlagen brauche ich für einen Quilt dieser Größe 1650 Hexipuffs. Ich hab ja auch noch meine anderen Strickprojekte, also rechnen wir mal 1-2 am Tag. Das kann dann schon ein paar Jahre dauern. Andererseits hab ich’s ja nicht eilig, und ich kann auch jederzeit weitere Sechsecke ansetzen, da das ganze Teil am Ende nicht eingefasst wird. Also könnte ich mich vom Stuhlkissen über den Sofaüberwurf zur Tagesdecke vorarbeiten und hätte an den Zwischenstadien des Quilts auch schon Freude. Und beim Stricken ja sowieso. 1650 kleine Erfolgserlebnisse.

Es tut sich was im Karpfenteich

KarpenVor einigen Monaten (und ungefähr sechzig Quadraten) dachte ich noch, Karpen würde nie fertig. Den ganzen Sommer habe ich trotzdem unerschütterlich daran weitergenadelt („Der Weg ist das Ziel“), und schau an: inzwischen bin ich mitten im Joining Strip, also dem zwölften Streifen, der den letzten mit dem ersten verbindet und das Ganze zu einem Schlauch schließt (wir erinnern uns: Karpen ist modular konstruiert und setzt sich aus insgesamt 153 Einzelquadraten zusammen, die streifenweise aneinandergestrickt werden). Danach kommen noch die Ärmel, der Halsausschnitt, und ich werde noch einen Saum in kraus rechs arbeiten, diese Modifikation habe ich bei Ravelry gesehen, die macht es für mich irgendwie runder. Wenn ich das Teil nochmal stricke (und den Plan gibt es tatsächlich), werde ich beim ersten Streifen mit einem provisorischen Anschlag mit der Luftmaschenmethode arbeiten. Das klingt jetzt möglicherweise etwas wirr … die eine Hälfte der Maschen jedes Quadrates wird beim ersten Streifen aus der Kante des vorherigen (bzw. dem ersten Dreieck) aufgenommen, die andere wird „aufgeschlungen“. Und aus diesen aufgeschlungenen Maschen werden im letzten Streifen Maschen aufgenommen. Ich mag weder die Aufschlingmethode als Anschlag – das ist mir alles zu labberig und gibt keine schöne Kante – noch als Basis zum Maschen aufpicken, also: nächstes Mal Luftmaschenkante, und zwar eine lange Kette für die komplette Kante des ersten Streifens. Wichtig ist dabei nur, dass ich an der richtigen Seite mit dem Aufnehmen der Maschen anfange, so dass ich die Kette dann von unten her auflösen kann. Das gäbe eine blöde Überraschung, wenn ich da nicht aufpasse.

Gruß aus dem dänischen Wollparadies

geilsk_und_mehrHeute war ich bei TIND – textil og kunst, nach eigener Aussage „Vestlyllands smukkeste butik“, also das schönste Geschäft an der Nordseeküste, was möglicherweise stimmt. Es liegt mitten im Löwenzahn-umwucherten Nirgendwo und füllt zwei Etagen eines Holzhauses im für Dänemark typischen Stil. Im Erdgeschoss finden sich allerlei Kleidung, Schmuck und Schuhe und ein riesiger Zimmerbrunnen. Dort habe ich mich allerdings gar nicht lange aufgehalten, denn durch die atriumartig offene Bauweise konnte ich schon sehen, dass mein Ziel sich im ersten Stock befand.

Oben gab es praktischerweise auch einen Tisch mit Tee und Kaffee, an den man sich setzen und die vielen Musterordner (Geilsk, Isager, Danielsen …) und Bücher durchschauen konnte. Wahlweise hätte man dort auch eventuell quengelig gewordene Miturlauber wieder aufpäppeln können. Solche hatte ich allerdings nicht dabei, A. fand es selbst spannend, und den Liebsten kann eine Frau im Wollrausch nicht schrecken, solange er ein Buch dabei hat, und er hat immer ein Buch dabei. Zur Not „Krieg und Frieden“ als eBook auf dem iPhone (8900 Seiten). Alles im harmlosen Bereich, solange er keine Meinung dazu haben muss, welcher der beiden fast (aber eben nur fast) identischen Blautöne mir besser steht.

trekantomraadeIch habe mir also wie geplant ein Trekantsområdet-Kit von Geilsk im dem Blau, das für etwas schmeichelnder befunden wurde, gekauft (Farbe C33), wobei ich besonders stolz darauf bin, dass etwa Dreiviertel des Verkaufsgesprächs tatsächlich auf Dänisch stattfand. Außerdem habe ich ein Buch von Annette Danielsen mitgenommen – Strik en Stund (die deutsche Ausgabe heißt „Stricken für Zeitvergesser“) – und es schon reichlich mit Lesezeichen versehen. Mir gefallen für’s Erste Morgenstund, Stilhed, Regnvejrsdag und Kaffe (alles Ravelry-Links) … aber erstmal ist Trekantsområdet (auf deutsch etwa „Dreiecksgebiet“) dran. Und davor stricke ich natürlich Livstykketrøje fertig. Selbstverständlich. Überhaupt keine Frage.

Walk on the Moon

walkonthemoonEs ist fertig! Ich hab ja in den letzten Reihen nicht so recht daran geglaubt und habe mich mit dem Gedanken an Beppo Straßenkehrer bei der Stange gehalten. Dieser Ausschnitt aus Momo steht gerahmt bei einem Kollegen auf dem Schreibtisch, deswegen ist die Geschichte in meinem „Arbeitsspeicher“. Und das ist auch gut so, da sollte sie sein, jederzeit sichtbar. Wenn viel zu tun ist, wenn man viele Aufgaben hat und nicht weiß, wie man das alles jemals schaffen soll, oder eben auch, wenn man 1200 (eintausendzweihundert!) Maschen auf der Nadel hat und sich so gar nichts fortbewegt. Und dann war es plötzlich doch fertig, ich habe es gebadet (und endlich mal eine der Meisenbadproben, die den letzten Bestellungen beilagen, benutzt) und gespannt und heute zum ersten Mal getragen. Ich mag die Form sehr. Diese Mini-Cape-Optik. Und die Farben sind eh ein Traum.

Details:
Muster: Walk On The Moon by Arlene’s World of Lace (nur erhältlich als Set im Wollmeisenshop)
Garn: Wollmeise Lace in Pesto, Schwefel und Neptun dark (Set 3)
Nadelstärke: 3,0 mm

Und noch etwas: nach dem Lacegarn mit 3er Nadeln und der jenseits von Gut und Böse anzusiedelnden Maschenzahl kommt mir mein Frühlingsjäckchen Livstykketrøje (der Knitalong vom letzten Frühling *hust*) mit seinen zweihundertirgendwas Maschen wie Peanuts vor. Fingering weight war noch nie so bulky!

Lavendel

IMG_2151So! Das erste der im Altlasten-Eintrag erwähnten Sockenpaare ist fertig. Ich weiß jetzt wieder, warum ich es (abgesehen von der Unlust, Lochmustersocken zu tragen) auch so lange hab liegen lassen: k3tog. Andauernd. Naja, oft. Aber nun ist es ja überstanden. Ich habe 28g Garn übrig und war ja der Meinung, ich hätte noch einen genausogroßen Rest Wollmeise 100% in Amethyst, mit dem es sich gut vertragen würde, Handgelenkwärmer oder so. Als ich in der entsprechenden Kiste geguckt habe, habe ich aber gestaunt. Da sind ja noch ganz andere Sachen drin … ich werde viele Socken stricken dieses Jahr.

Von den anderen beiden Paaren – Spiegel und Hedgerow formerly known as Paraphernalia (die Links führen jeweils zur Ravelry-Projektseite) – ist jeweils ein Socken fertig und der zweite angefangen. Wird doch! Ich geh jetzt weiterstricken und Fußball hören. Auf NDR2 läuft die Bundesligashow.

Was machen eigentlich …

… die diversen angefangenen Projekte? Es gab da doch noch – ganz früher, die älteren unter meinen Lesern werden sich erinnern – das Time and Space Safari Kleid, was ist denn damit eigentlich?
Und wie ist der Frühlingsjäckchen-Knitalong ausgegangen?
Zeit für eine Bestandsaufnahme.

Zur Linken der (nicht mehr ganz) aktuelle Stand des Time and Space Safari-Kleides: ich habe mittlerweile den Schnitt durchgezeichnet, übertragen und den Stoff zugeschnitten, also kann der Spaß eigentlich losgehen, jetzt, wo ich den Part, den ich am wenigsten mag, hinter mich gebracht habe.

Das Frühlingsjäckchen ist mein Sorgenkind. Ich habe irgendwann, als es schon ziemlich weit gediehen war, festgestellt, dass es ziemlich wurstpellig sitzen würde. Die 3er Nadel war dann doch keine gute Idee. Ich hab es also aufgeröppelt und mit der 3,25er Nadel neu angeschlagen, und zwar gleich die größere Größe, das erschien mir sinnvoll. Für die hätte ich aber ein Knäul mehr gebraucht. Das wollte ich bei Geilsk nachbestellen. Dort ist aber unterdessen genau meine Farbe aus dem Sortiment geflogen. Ich habe also recht halbherzig weitergestrickt, weil nicht klar war, ob das Material reichen würde. Ein bisschen habe ich dabei über garnsparende Modifikationen nachgedacht und jede Idee eigentlich sofort wieder verworfen. Ärmel kürzen? Das ziehe ich nicht an, ich kenne mich. Ich will lange Ärmel. Bolero-Variante? Nee, echt nicht. Also eigentlich habe ich gar nicht weitergestrickt. Seufz. Und mich vor ein paar Wochen dazu durchgerungen, das gute Stück nochmal aufzuröppeln und in der ursprünglich geplanten Größe mit 3,25er Nadeln anzuschlagen. Ich weiß nicht, wie viele Stunden in dem Teil schon stecken, aber ich bin wild entschlossen, es im nächsten Frühjahr anzuziehen. Zusammen mit dem Kleidchen. Das ist nämlich schon fertig und wurde sogar schon getragen. Ohne Jäckchen, aber mit Unterkleid. Hab ich das schon gezeigt? Ich glaub nicht. Mach ich noch.

Dann ist da noch die Jacke Manu (Ravelry Link). Der Schnitt ist genau meins, das Garn ist eine Woll-Nylon-Mischung aus der Hamburger Wollfabrik, in einem warmen Rot, eigentlich genau meine Farbe. Recht weit gediehen ist sie auch schon, das Vorder- und Rückenteil ruht und wartet auf die Ärmel. Die sind beide schon angefangen und vielleicht 15 cm lang. Mit Nadelstärke 3,75 geht’s auch vergleichsweise flott. Keine Ahnung, warum ich da nicht weitermache.

Auch noch dabei: das Top Karpen von Marianne Isager aus Japanese Inspired Knits. Ich finde die modulare Konstruktion nach wie vor super, nicht aber das Garn, deswegen arbeite ich daran nicht weiter. Ich trage keine gestricken Tops oder T-Shirts, keine Ahnung warum. Passiert einfach nicht. Uhura (Ravelry Link) hatte ich bisher – außer für’s Foto – kein einziges Mal an. Dabei trägt es sich eigentlich nicht unangenehm, wenn ich mich richtig erinnere. Ich denke, das werde ich mir nochmal vornehmen, wenn die Jacken fertig sind. Denn eigentlich möchte ich es schon haben und es ist schon recht weit.

Außerdem liegen noch drei Paar Socken hier, von links nach rechts:
Es duftet nach Lavendel von Stephanie van der Linden, angefangen im August 2009. Ich trage Socken meist zuhause, auf dem Sofa, über Baumwollsocken. Vielleicht bin ich deswegen an den Lochmustersocken grad nicht so virulent interessiert. Vielleicht nervt mich auch die Farbe (die gar nicht so krawallpink daherkommt, wie Hipstamatic sie sieht, es ist eher ein Fliederton, besser zu sehen auf der Ravelry-Projektseite), vielleicht die verdrehten rechten Maschen, vielleicht beides. Jedenfalls geht es da irgendwie nicht weiter. Das Muster ist auch nix zum Nebenbei-Stricken, ich muss immernoch bei jeder Reihe in die Anleitung gucken.
Paraphernalia in Shibui Knits Sock in der Farbe Seaweed, wunderhübsch, leider mit Knoten wegen Mottenfraß, und das Muster mag ich auch nicht mehr. Angefangen hab ich sie im September 2010. Momentan tendiere ich zu aufröppeln und aus dem Garn ein weiteres Paar Hedgerow-Socks machen. Ein simples Muster, das sich quasi von allein strickt und mit der Wolle gut funktionieren dürfte, weil es die Ringel ein bisschen aufbricht.
Und schließlich die Spiegel Socks, angefangen im Juni 2012 und damit quasi ein Neuzugang. Ich nehme mir mal vor, die drei Paare mit in mein Weihnachts-Reisegepäck zu stecken.

Und dann ist da die Gewitterlintilla, und das ist auch schon die Zweitverwertung dieses Garns, ich hatte damit ja zunächst einen Baktus angefangen, der dann auch eine Weile lag. Inzwischen sind ein paar Rüschen fertig, und so rechte Begeisterung wie beim Hitchhiker will sich nicht einstellen. Sie rüscht nicht so, wie ich mir das anhand der Fotos in der Anleitung vorgestellt hatte. Hm.

Und zum Schluss: Der Jeweled Cowl, ein flauschiger Traum in rosa Babyalpaka mit Glitzerperlen. Auch ein Neuzugang (Juni 2012, ich hatte da wohl einen Anfall von Startitis), der deswegen noch ein bisschen warten muss, bis die älteren Projekte versorgt sind.

Übrigens: den Gryffindor-Quidditch-Fanschal-Entwurf aus dem Februar 2009 hab ich noch auf dem Zettel. Hier kommt nix weg ;)

Frühlingsjäckchen Knitalong, oder: Swatching!

Ich habe keine Lehrbuchmaschenprobe gemacht. Habe ich noch nie, also jedenfalls nicht mit waschen und allem. Ich habe allerdings ein Probeläppchen mit Nadelstärke 3,25 angeschlagen (die Anleitung verlangt nach 3,0 bis 3,5). Und wieder aufgeribbelt, weil es mir zu locker war. Ich stricke jetzt mit 3,0. Dreikommanull! Anscheinend nimmt mit dem Alter die Nadelstärke ab. Als ich anfing zu stricken – also für mich, nicht mehr für meine Puppen – habe ich nicht unter Nadelstärke 5 gearbeitet, Socken nicht unter 3,5. Irgendwann habe ich die Stricknadeln meiner Oma geerbt und bin seither im Besitz von hochwertigen 2,5er Rundnadeln in unterschiedlichen Längen. Ich habe sie nicht wegschmeißen wollen (Die sind doch noch gut! Die gehen doch noch!), war allerdings felsenfest davon überzeugt, dass ich sie nie brauchen würde. So sicher bin ich mir da inzwischen nicht mehr. Gebt mir mal noch zehn, fünfzehn Jahre.

Inzwischen bin ich mit dem ersten Teil der Jacke nur noch wenige Reihen von der Stelle entfernt, wo ich die Maschen für Rücken und die beiden Vorderteile aufteilen muss. Außerdem sind da dann auch Abnahmen für die Ärmel und den Kragen vorgesehen, da verstehe ich die Anleitung noch nicht so ganz, das muss ich mir nochmal ganz genau anschauen.

Frühlingsjäckchen Knitalong oder: mein zweites Kit

Da sag nochmal einer, ich sei nicht entscheidungsfreudig. Ich habe mit den vier Optionen aus dem letzten Eintrag nur sehr kurz herumgehühnert und mich dann sehr schnell für Livstykketrøje entschieden. Es entspricht einfach am ehesten meinem Stil. Da es diese Anleitung nur als Kit bei geilsk.dk gibt, bin ich in der Wahl des Garnes eingeschränkt: angeboten wird das Muster mit reiner Wolle oder einer Woll-Baumwoll-Mischung (45% Baumwolle, 55% Wolle). Einen Baumwollanteil finde ich für ein Frühlingsjäckchen passender. Die Farbwahl ist allerdings nicht so einfach, schön finde ich sie nämlich fast alle (zum Gucken auf den roten Knopf mit der Aufschrift „FARVEKORT“ klicken) und tragen könnte ich sie vermutlich auch alle. Nun muss sie aber auch zum Kleiderstoff passen, also kann ich noch ein paar Optionen streichen und lande schlussendlich bei C23 – schnell bestellen, sonst überlege ich es mir noch anders!

Die Wolle ist inzwischen da, der Kleiderstoff auch, und die beiden können sich schon mal kennenlernen. Sie verstehen sich gut. Kein Wunder, sie kommen ja auch beide aus Dänemark.

Rechts im Hintergrund ist mein derzeitiger Lieblingsbecher zu sehen. Ich habe ihn vor ein paar Tagen bei Tee Gschwendner gesehen, wie er da so stand zwischen all den anderen Bechern mit unschuldigen Kätzchen, Schmetterlingen, Blümchen, Hündchen und Fischen, und hab ihn im Affekt gekauft. Auf der einen Seite ist eine Zeichnung des menschlichen Skeletts (bone china im doppelten Sinne), auf der anderen Seite eine der Muskeln – komplett mit englischen Fachbegriffen. Ich frage mich, was die Product manager von Dunoon geritten hat, dieses Motiv zu produzieren. Ich mein, ich find’s toll! Aber die Verkäuferin bei Gschwendner war offensichtlich froh, das gruselige Ding los zu sein.