Pottery!

Heute konnte ich meine Arbeiten aus dem Scheibenkurs abholen. Eine Schale hat es leider noch zerlegt – Glasur zu dick, Gefäßwand zu dünn. Ich bin insgesamt zufrieden mit den Ergebnissen, weiß aber auch, was ich nächstes Mal anders machen möchte. „Nächstes Mal“, genau. Ende März/Anfang April ist zum Beispiel noch ein Kurs, wieder so eine Wochenendveranstaltung. Ich verrate euch jetzt auch nicht, dass ich bei eBay um elektrische Töpferscheiben rumschleiche …

Frühlingsjäckchen Knitalong oder: mein zweites Kit

Da sag nochmal einer, ich sei nicht entscheidungsfreudig. Ich habe mit den vier Optionen aus dem letzten Eintrag nur sehr kurz herumgehühnert und mich dann sehr schnell für Livstykketrøje entschieden. Es entspricht einfach am ehesten meinem Stil. Da es diese Anleitung nur als Kit bei geilsk.dk gibt, bin ich in der Wahl des Garnes eingeschränkt: angeboten wird das Muster mit reiner Wolle oder einer Woll-Baumwoll-Mischung (45% Baumwolle, 55% Wolle). Einen Baumwollanteil finde ich für ein Frühlingsjäckchen passender. Die Farbwahl ist allerdings nicht so einfach, schön finde ich sie nämlich fast alle (zum Gucken auf den roten Knopf mit der Aufschrift „FARVEKORT“ klicken) und tragen könnte ich sie vermutlich auch alle. Nun muss sie aber auch zum Kleiderstoff passen, also kann ich noch ein paar Optionen streichen und lande schlussendlich bei C23 – schnell bestellen, sonst überlege ich es mir noch anders!

Die Wolle ist inzwischen da, der Kleiderstoff auch, und die beiden können sich schon mal kennenlernen. Sie verstehen sich gut. Kein Wunder, sie kommen ja auch beide aus Dänemark.

Rechts im Hintergrund ist mein derzeitiger Lieblingsbecher zu sehen. Ich habe ihn vor ein paar Tagen bei Tee Gschwendner gesehen, wie er da so stand zwischen all den anderen Bechern mit unschuldigen Kätzchen, Schmetterlingen, Blümchen, Hündchen und Fischen, und hab ihn im Affekt gekauft. Auf der einen Seite ist eine Zeichnung des menschlichen Skeletts (bone china im doppelten Sinne), auf der anderen Seite eine der Muskeln – komplett mit englischen Fachbegriffen. Ich frage mich, was die Product manager von Dunoon geritten hat, dieses Motiv zu produzieren. Ich mein, ich find’s toll! Aber die Verkäuferin bei Gschwendner war offensichtlich froh, das gruselige Ding los zu sein.

Lilly und die Dosen

Lilly kann die Futterdose öffnen. Sie tut es mit großer Begeisterung, und da Lilly ein kluges Tier ist, ist sie zu Transferleistungen fähig und öffnet nicht nur die Futterdose, sondern alle mit einem ähnlichen Deckel. Davon gibt es in meinem Haushalt sehr viele. Ich bewahre Knöpfe, Schreib- und Bastelutensilien, Teelichte, ja sogar Stricknadeln in alten Tee-, Keks- oder – im Falle der Stricknadeln – Christstollendosen auf. Und Lilly findet sie alle. Wehe, wenn sie losgelassen. Nun kann man Knöpfe und Stricknadeln natürlich nicht essen, aber das heißt ja nicht, dass man ausschließen kann, dass man sie vielleicht irgendwann doch braucht. So als Ratte. Also mitnehmen und verstecken, zum Beispiel im Sofa.

Ich brauche Schraubgläser.

Vollkontakttöpfern

Ich kann seit diesem Wochenende einen weiteren Haken in meiner „Dinge, die ich unbedingt mal ausprobieren muss“-Liste machen, und zwar beim Eintrag „Drehen an der Töpferscheibe“. Ich habe einen Wochenendkurs an der Hamburger Volkshochschule belegt. In kleinstem Kreis – insgesamt waren wir zu sechst – haben wir gelernt, wie man den Tonklops auf der Scheibe zentriert, aufbricht, den Boden des Gefäßes formt und schließlich die Wandung hochzieht. Jeder dieser Arbeitsschritte hat so seine Tücken. Heute haben wir dann die gestern geformten Gefäße „abgedreht“, das heißt: mit dem Boden nach oben auf der Scheibe zentriert und Wände und Kanten bearbeitet. Dabei kann auch noch einiges schief gehen. Die Teile, die auch diesen Arbeitsschritt unbeschadet überstanden haben, werden im Laufe der Woche geschrüht, also bei 900 °C gebrannt. Am Sonntag treffen wir uns noch einmal, um sie zu glasieren. Die Stücke auf dem Bild sind nicht alle von mir, der etwas höhere Topf in der Mitte (Teebecher oder Vase?) allerdings schon.

Fazit: es ist körperlich anstrengender als gedacht (ich habe Muskelkater!). Es sieht leichter aus, als es ist. Es war erwartungsgemäß eine Sauerei: alte Klamotten sind eine gute Idee, auch wenn der Ton da gut wieder raus geht. Ich bin mir jedoch noch nicht sicher, wie ich meine Stiefel wieder sauber kriege. Ich hoffe, trocknen lassen und bürsten reicht aus. Alles in allem hat der Kurs sehr viel Spaß gemacht, den werde ich sicher irgendwann wiederholen. Und dann versuche ich mich mal an einer Yarn Bowl. Erdnussschalen habe ich ja jetzt genug.

Frühlingsjäckchen Knitalong oder: das Pferd vom Schweif her aufzäumen

Ich habe mich bei Cat-und-Kascha zum Frühlingsjäckchen-Knitalong angemeldet. Knit-Along. Gemeinsam stricken. Hängengeblieben bin ich allerdings als zuerst am letzten Punkt der Agenda: „Präsentation! Für Fortgeschrittene auch gerne mit einem selbstgenähten Drunter“ Ich habe also statt Strickanleitungen erst einmal Schnittmuster gewälzt, meine diversen gehorteten burden (ist das der Plural von burda?), und bin in Ausgabe 5/2010 fündig geworden. Nein, eigentlich noch anders. Vorher bin ich im oben erwähnten Blog auf Stoff und Stil aufmerksam geworden, dort habe ich mich in einem Baumwollstoff verguckt, der ein Frühlingskleid werden muss, und dann habe ich burden gewälzt. Gefunden habe ich das bis auf kleine Raffungen am Dekolleté recht schlicht geschnittene Kleid 138:

Der Stoff ist bestellt, und vermutlich weil bei mir im April ein Unzug ansteht, ist mir auch der Dekokatalog von Stoff & Stil in den Einkaufswagen geraten. Es geht ins Erdgeschoss, ich werde Gardinen brauchen.

So. Kommen wir zur eigentlichen Frage: Was stricke ich denn dazu? Die Wolle werde ich endgültig aussuchen, wenn der Stoff da ist. Ich tendiere farblich zu entweder hell oder dem Rotton aus den Blüten und materialmäßig in Richtung Bauwolle/Leinen/Seide/Bambus – so weit so naheliegend. Und dann geht’s los mit der Optionsparalyse. Mir gefällt Livstykketrøje von Bente Geil. Ich habe von der Designerin bereits Topstykke gestrickt, und ich werde es wieder tun, denn es gehört zu meinen absoluten Lieblingsstücken. Die Anleitung für Livstykketrøje gibt es allerdings offenbar nur auf Dänisch, aber das ist kein so großes Problem, denn Ende des Monats fängt mein Dänischkurs wieder an. Ebenfalls sehr schön finde ich Devonshire von Twist Collective und Vignette und Ivy aus der Knitty:

… das wird keine leichte Entscheidung.