Mehr Meisen!

Seit ein paar Wochen bin ich wieder regelmäßiger in Strickerkreisen unterwegs*, und zack! hab ich mich wieder mit dem Wollmeisenfieber angesteckt. Ich hab also am letzten Freitag den Shop belauert und vier Stränge erbeutet. Von links nach rechts: Ahoi, Limone, Saami (WD) und Silberdistel (WD) – alle Twin. Besonders über Saami aus dem Überraschungspaket hab ich mich gefreut, denn diese Färbung fand ich schon toll, als ich sie das erste Mal gesehen habe. Ich weiß noch nicht, was ich damit mache. Ich denke, irgendeine Art Tuch oder Schal wird’s werden, ich überlege in Richtung Chevron Scarf, Heidetuch, Revontuli (will ich mir das wirklich nochmal antun? Dieses Projekt wurde gegen Ende eine echte Hassliebe und war monatelang echt ribbelgefährdet) … den Blackcurrant Shawl oder Color Affection von Veera Välimäki (beides Ravelry-Links) finde ich schön, auch wenn ein Strang für die nicht reichen wird und im Falle von Color Affection auch ziemlicher Quatsch ist. Vielleicht schaue ich mich auch einfach mal bei Strickmich! um, Martina scheint den Meisen die Muster auf den Leib bzw. auf den Strang zu schreiben. Mit dem Hitchhiker liebäugle ich ja schon länger.

*Ich spiele in der Dart Sommerliga Hamburg. Die meine ich nun nicht mit Strickerkreisen, obwohl man mit den Darts prima heruntergefallene Maschen retten kann und sich die Pausen, wenn die anderen dran sind, gut zum Stricken eignen (solange das Projekt mindless genug ist). Und Projektvorschläge von anderen Teams bekomme ich auch („Ich hab Pullovergröße 54“). Sondern: ich spiele im Team DiB, was „Dart inner Bodega“ heißt. Unsere Heimspiele finden „inner Bodega“ statt, und diese Bodega ist in der Weidenallee exakt einen Knäulwurf von Naimas Laden entfernt. Weswegen ich mich also vor Heimspielen und Trainingsabenden erst im Café Mylys mit Quiche und Tee stärke und strickend die mentalen Wogen glattbügle, um mich dann satt, zufrieden und total zentriert an die Oche zu begeben. Nun. Bisher war mein „total zentriert“ meist weit, weit entfernt von den zu treffenden Feldern. Aber es wird besser. Gestern hab ich beim Auswärtsspiel mein erstes leg geholt. Und irgendwann gewinne ich auch mal ein Spiel. Ich werde berichten.

Home is where the Heart is: die Küche



Ich hatte Fotos von der Wohnung versprochen. Na, dann mal los. Fangen wir mit der Küche an. Die Küchenzeile habe ich von meinen Vormietern übernommen. Faktum von IKEA, acht Jahre alt. Irgendwann gönne ich ihr vielleicht neue Fronten, aber eigentlich ist das noch nicht nötig. Und die Entscheidung wird dann auch nicht leicht. Hochglanzrot finde ich toll. Hab auch bei IKEA schon mal „probegegrabbelt“, weil ich befürchtete, dass man da andauernd die Fingerabdrücke wegputzen muss. Geht aber eigentlich. Die Wandfarbe ist von Bahr und heißt “Lounge 1D” – ich nenne sie manchmal liebevoll “abgestandener Latte Macchiato”. Der Toaster ist übrigens gleichzeitig ein Radio, an den ich auch meinen iPod anschließen kann. Der Kalender ist der Kuhkalender vom Hof Butenland mit wunderschönen Kuhportraits. Die Küchenkräutermühle habe ich mal auf eBay geschossen: die mittlere Scheibe mit Tante Hélène drauf ist drehbar, wenn der Tantenfinger auf eins der auf dem äußeren Rand aufgedruckten Gerichte zeigt, erscheint in der Aussparung Hélènes Kräuterempfehlung. Ich glaube, die gab es auch mal bei Manufactum. Ich habe garantiert weniger bezahlt. Hinter dem „.de“ auf dem oberen Bild sieht man ein Stückchen Spüle. Spülmaschine, Spüle und Herd stehen dort nebeneinander vor der Wand, daneben ist direkt die Tür zur Loggia. Die Fensterbank (die man im Video im Eintrag unten sieht) bietet reichlich Platz für Kräutertöpfe, die ab mittags ordentlich Sonne kriegen. Super für Basilikum. Über dem Kühlschrank wäre der beste Platz in der Wohnung für eine Dartscheibe, eine solche soll demnächst bei mir einziehen. Spätestens ab dem Zeitpunkt werden Parties nicht nur in der Küche enden, sie werden zum größten Teil dort stattfinden.