Onehundredandeighty!

180Wir unterbrechen das Programm für eine wichtige Meldung: Ich hab am Donnerstag meinen ersten Highscore geworfen. Und den zweiten gleich in der übernächsten Aufnahme. Sachen gibt’s! Dummerweise habe ich mir damit 15 Rest gestellt, und die bin ich dann in etlichen Runden über Zwergentops nach Hause gestolpert, aber irgendwann hab ich dann doch noch ausgemacht, ein Glück.

So, ich fürchte, ich sollte das erklären, denn vor einem Jahr hätte ich mein eigenes Geschreibsel nicht verstanden. Also folgt hier nun ein grober Abriss ganz von vorn:

Das Dartboard ist in zwanzig Segmente unterteilt. In der Mitte befindet sich ein größerer grüner (das Bull) und ein kleiner roter Kreis (das Bull’s Eye). Dann gibt es noch zwei Ringe, in denen die Felder des jeweiligen Segments nochmal abgesetzt sind, einen ganz außen und einen innen. Der äußere ist der Doppelring, der innere der Triplering. Ein Treffer in einem Segment gibt so viele Punkte, wie die Zahl, die außen dransteht, trifft man den Doppelring, gibt es doppelte, trifft man den Triplering, gibt es dreifache Punktzahl. Das Bull zählt 25, das Bull’s Eye 50. Das „wertvollste“ Feld ist also die Triple-20. Trifft man das dreimal, hat man den Highscore. 180 Punkte. Und kriegt ein Sternchen in der Sonderleistungstabelle. Dazu weiter unten, wenn ihr noch könnt …

Wir spielen in der Liga 501 Double out. Das heißt: jeder Spieler beginnt mit 501 Punkten und alles, was er wirft, wird davon abgezogen. Der Spieler, der zuerst bei exakt null ist, hat gewonnen. Double out bedeutet in dem Fall, dass der letzte Dart im Doppelring landen muss. Man muss also gezielt so werfen, dass man spätestens ab 40 nur noch gerade Zahlen als Rest hat (50 ist eine Ausnahme, das Bull’s Eye gehört zu den Doppel-Feldern). Ein Rest von 40 erfordert also einen Treffer der Doppel-20. Dieses Feld ist ganz oben und wird deshalb auch „Tops“ genannt. Gegenüber ganz unten ist die Doppel-3 – manchmal „Zwergentops“ genannt. Und „zuhause“ meint die Doppel-1. Zwei Punkte sind der kleinstmögliche Rest. Es gibt nur noch ein Feld, das man treffen kann, um das Spiel zu gewinnen. Bei 40 Rest kann es ja noch passieren, dass man die 20 einfach trifft, dann muss man eben die Doppel-10 treffen und hat noch eine Chance. Und wenn man die einfach erwischt, die Doppel-5. 32 ist ein recht beliebter Rest, denn wenn man immer nur das benötigte Segment, aber eben nicht den Doppelring trifft, hat man 16, 8, 4, … also immer einen geraden Rest und somit noch eine Chance, mit dem nächsten Dart auszumachen. Aber wenn man einmal bei Doppel-1 angekommen ist … deswegen zuhause.

Überhaupt gibt es einige drollige Bezeichnungen für häufig vorkommende Würfe. Man zielt also in der Regel auf die Triple-20. Links neben der 20 ist die 5, rechts daneben die 1, das haben die sich damals schon einigermaßen hinterhältig ausgedacht. Hat man 26 Punkte geworfen, kann man dem Schreiber auch „Frühstück“ ansagen: die Konstellation 20-5-1 (in beliebiger Reihenfolge) heißt so, weil sie sehr oft vorkommt. Wenn alle drei Darts in der 1 landen, ist das ein Lolli (und ich hab’s schon erlebt, dass dann ein solcher angeboten wurde – diese kleinen roten mit Kirschgeschmack, die es früher in der Sparkasse gab).

Sonderleistungen? Sehr gern. Ein Highscore ist eine. Außerdem gibt es Extrapunkte, wenn man besonders wenige Würfe braucht: 24 oder weniger wird gewertet, wobei jeder Dart zählt. 24 Darts sind also acht Runden. Wenn ich einen guten Tag habe, brauche ich 30. Weniger als neun Darts kann man nicht spielen. Dann gibt es noch High Finishes, das ist bei uns alles ab 100. Wenn man es schafft, einen Rest von 100 oder mehr Punkten in einer Aufnahme auszumachen (und bedenke: der letzte Dart muss in den Doppelring oder ins Bull’s Eye), gibt das Extrapunkte. Der höchstmögliche Wert sind 170, dafür muss man zweimal die Triple-20 treffen und dann mit dem letzten Dart das Bull’s Eye. Das kommt bei uns in der Landesliga eher selten vor (obwohl mich neulich ein Gegner mit 15 Darts und 161er Finish vom Board gefegt hat … da kann man dann nur noch mit großen Augen gucken, „Good darts“ sagen und die Hand schütteln).

Walk on the Moon

walkonthemoonEs ist fertig! Ich hab ja in den letzten Reihen nicht so recht daran geglaubt und habe mich mit dem Gedanken an Beppo Straßenkehrer bei der Stange gehalten. Dieser Ausschnitt aus Momo steht gerahmt bei einem Kollegen auf dem Schreibtisch, deswegen ist die Geschichte in meinem „Arbeitsspeicher“. Und das ist auch gut so, da sollte sie sein, jederzeit sichtbar. Wenn viel zu tun ist, wenn man viele Aufgaben hat und nicht weiß, wie man das alles jemals schaffen soll, oder eben auch, wenn man 1200 (eintausendzweihundert!) Maschen auf der Nadel hat und sich so gar nichts fortbewegt. Und dann war es plötzlich doch fertig, ich habe es gebadet (und endlich mal eine der Meisenbadproben, die den letzten Bestellungen beilagen, benutzt) und gespannt und heute zum ersten Mal getragen. Ich mag die Form sehr. Diese Mini-Cape-Optik. Und die Farben sind eh ein Traum.

Details:
Muster: Walk On The Moon by Arlene’s World of Lace (nur erhältlich als Set im Wollmeisenshop)
Garn: Wollmeise Lace in Pesto, Schwefel und Neptun dark (Set 3)
Nadelstärke: 3,0 mm

Und noch etwas: nach dem Lacegarn mit 3er Nadeln und der jenseits von Gut und Böse anzusiedelnden Maschenzahl kommt mir mein Frühlingsjäckchen Livstykketrøje (der Knitalong vom letzten Frühling *hust*) mit seinen zweihundertirgendwas Maschen wie Peanuts vor. Fingering weight war noch nie so bulky!