23 done. 1627 to go.

hexipuffsIch habe ein neues Unterwegs-Strickzeug, und zwar den „beekeepers quilt“ von tiny owl knits. Ich weiß gar nicht mehr, wann und wo ich das Muster entdeckt habe. Vermutlich hab ich mich auf Ravelry mal wieder vom Hundertsten ins Tausendste geklickt, wie das immer so ist. Dann habe ich es – Feuer und Flamme – heruntergeladen, dann lag es ein bisschen auf meiner Festplatte herum, und nun habe ich es angefangen. Alles zu seiner Zeit. Karpen wurde zu groß zum Mitnehmen, Socken mag ich momentan nicht stricken, und das andere von der Größe her (noch) mitnahmegeeignete Strickzeug, das ich momentan in Arbeit habe, ist ein Color Affection von Veera Välimäki aus Drops Alpaka, und an dem arbeite ich nur in sauberer, rauchfreier Umgebung. Also stricke ich in Bus und Bahn, in der Mittagspause, im Wartezimmer, im Café oder in der Kneipe „hexipuffs“ – wie die Designerin sie nennt: das sind sechseckige Kissen, die in der Runde gestrickt werden, es gibt also keine linke Seite, der fertige Quilt wird von beiden Seiten schön aussehen. Das hat mich letztenendes von diesem Muster überzeugt. Ich suche eigentlich schon länger nach einem Projekt, bei dem ich meine gesamten Sockenwollreste und Sockenwollaffektkäufe verarbeiten kann und habe mir ein paar Anleitungen angesehen. Einige haben mir richtig gut gefallen, zum Beispiel Bobby’s Garden (Ravelry-Link) oder zuletzt die Escher-Interpretationen von Jana Huck (ebenfalls auf Ravelry) – wobei letzteres einige Fragen aufgeworfen hätte, was die Farbwahl angeht, in komplett Kraut und Rüben käme das Muster überhaupt nicht richtig zur Geltung. Zudem haben beide eine linke Seite und sind auch eher dünn, wenn ich sie aus Sockenwolle stricke. Nicht so die „hexipuffs“. Da liegt das Material nicht nur doppelt, sondern sie bekommen durch Füllwatte nochmal mehr Substanz. Zusätzlich habe ich den Vorschlag aus der Anleitung angenommen und jedes Sechseck zusätzlich mit ein paar Lavendelblüten befüllt – in erster Linie soll das verhindern, dass die ersten Sechsecke schon von Motten aufgegessen worden sind, bevor die letzten fertig sind. Und es neutralisiert auch den Mief aus den Raucherkneipen, in denen die meisten Dartspiele stattfinden. Die Idee ist momentan noch, einen Bettüberwurf von etwa 2×3 Metern daraus werden zu lassen. Vielleicht ist das ein etwas sehr sportliches Ziel. Grob überschlagen brauche ich für einen Quilt dieser Größe 1650 Hexipuffs. Ich hab ja auch noch meine anderen Strickprojekte, also rechnen wir mal 1-2 am Tag. Das kann dann schon ein paar Jahre dauern. Andererseits hab ich’s ja nicht eilig, und ich kann auch jederzeit weitere Sechsecke ansetzen, da das ganze Teil am Ende nicht eingefasst wird. Also könnte ich mich vom Stuhlkissen über den Sofaüberwurf zur Tagesdecke vorarbeiten und hätte an den Zwischenstadien des Quilts auch schon Freude. Und beim Stricken ja sowieso. 1650 kleine Erfolgserlebnisse.