Faserverrückter Jahresrückblick 2014


(es gibt, da es sich um eine Aktion der „Podcasting auf deutsch“-Gruppe auf ravelry.com handelt, ausnahmsweise eine Audioversion dieses Eintrags)

1. 2014 – das Strick-, Spinn- und Nähjahr:
Ich habe an der Aktion „2014 – 14 Punkte“ teilgenommen und unter anderem mein Monsterprojekt Karpen fertiggestellt, wie auch mein Spinnrad von dem Kammzug aus dem Januar 2011 befreit.

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2. Der Stash 2014
Berichte von deinen Stash-Neuerrungenschaften! State of the Stash: Zufrieden? Zuviel geworden? Kaum noch was Schönes da?
Ich hatte mir vorgenommen, nur zweimal Wolle zu kaufen: im Urlaub in Dänemark, wenn wir es wieder ins dänische Wollparadies schaffen, und für ein besonderes Projekt für einen besonderen Menschen, nämlich eine Strickjacke für Jens (er bekommt einen Chicane von Cookie A. in schwarz, ich muss vollkommen verrückt sein). Außer dieser Reihe habe ich nur noch Garn für die beiden Wickelknäulaktionen gekauft. Und dann gab es noch diesen Impulskauf Regia Fluormania.

3. mein Kleiderschrank
Welche Sachen hast du 2014 oft und gerne getragen? (Können auch Sachen aus Vorjahren sein)
Die beiden Oberteile von Bente Geil, Trekantsområdet und Topstykke. Außerdem mein Schottenkarokleid, das ich vor Jahren mal nach einem burda-Schnitt genäht habe.

4. Gemeinsam geht alles besser
Was hast du für Aktionen/-Alongs/Events mitgemacht? Was waren deine virtuellen und vielleicht auch persönlichen Treffpunkte mit anderen aus der Fasercommunity?
Neben der „2014 – 14 Punkte“-Aktion habe ich zum ersten Mal an der Tour de Fleece teilgenommen. Das hat Spaß gemacht und war ziemlich produktiv, das mache ich nächstes Jahr wieder.

5. Hattest du ein Motto für 2014? Wenn ja, wie lief es damit? Hast du es umgesetzt?
Nein, kein Motto. Ich bin nicht gut mit sowas, jedenfalls nicht auf Kraft. Für 2015 habe ich allerdings eines – siehe dazu weiter unten.

6. Was waren die schlimmsten Crafting-Unfälle und Reinfälle?
Trekantsområdet, wo ich „an den Außenseiten zunehmen“ anders interpretiert hatte als die Designerin es gemeint hat.
Und dem Herzstillstand am nächsten war ich wohl, als mir auffiel, dass bei Karpen Quadrate fehlten.

7. Lieblings-Designer 2014?
Auch dieses Jahr habe ich am liebsten bei den Däninnen reingeschaut – Bente Geil und Annette Danielsen.

8. Song des Jahres?
Na, da werden wir wohl genau wie im letzten Jahr mit einem nicht auskommen. Ich habe eine Spotify-Playlist mit fünfzehn Songs (und da hab ich schon sehr aussortiert):

9. Buch des Jahres?
Die Sphärenbund-Trilogie (Die Verratenen, Die Verschworenen, Die Vernichteten) von Ursula Poznanski. Ich lese sehr wenig, die meisten Bücher nehme ich als Hörbuch zu mir, weil ich da die Hände zum Handarbeiten frei habe, also ergänze ich diese Frage um
9.b Hörbuch des Jahres?
Ich und die Menschen von Matt Haig, gelesen von Christoph Maria Herbst.

10. Film/Serie des Jahres?
Nachdem ich die Jahresrückblicke von 2013 gelesen hatte, musste ich erstmal schauen, was es mit Sherlock auf sich hat. Die ersten zwei Staffeln haben mir gefallen, in der dritten war dann irgendwie die Luft für mich raus, aber da hatte ich dann einen angebrochenen Watchever-Testaccount und habe mich mal umgesehen. Und den den Tatortreiniger entdeckt. Herrlich. Genau mein Humor. Sein „wäh?!“ hat es leider in meinen allzu aktiven Wortschatz geschafft, das wird nicht leicht, es mir wieder abzugewöhnen. Außerdem hat mich ein Kollege auf Die Brücke aufmerksam gemacht, und davon habe ich auch beide Staffeln verschlungen. Ich mag Kim Bodnia sowieso sehr gern, und sein Zusammenspiel als dänischer Polizist, der auch mal Fünfe gerade sein lässt, wenn es dem Ergebnis dient, mit der schwedischen Kollegin, die mit ihrem Asperger kaum in der Lage ist, Dinge aus dem Bauch heraus zu tun, fand ich sehr gelungen. Überhaupt mochte ich an der Serie, dass sie sich Zeit für ihre Figuren nimmt.
Die größte Filmüberraschung war zweifellos Fack ju Göhte. Nachdem ich den Trailer gesehen hatte, hatte ich ihn schon abgehakt. Deutsche Filme haben es ohnehin schwer bei mir, Klamauk unter der Gürtellinie erst recht, und deutscher Klamauk unter der Gürtellinie hat eigentlich gar keine Chance. Allerdings war ein Freund voll des Lobes und überhaupt hörte ich von allen Seiten „Ja, das dachte ich auch erst, aber …“ und bin ins Kino gegangen. Und habe Tränen gelacht und nachher auch geweint und war ganz begeistert.
Erwähnenswert ist auch noch, dass ich dieses Jahr zum ersten Mal nicht im Sommer beim Fantasy Filmfest war, obwohl das seit fünfzehn Jahren eigentlich ein fester Termin bei mir ist. Aber Umzug, Urlaub und eine Woche Krankenhaus zur gleichen Zeit haben die Prioritäten dann doch ein bisschen verschoben.
Die Sache mit den Filmen hab ich in der Audio-Version komplett vergessen! Huch!

11. Drei Dinge, die du nicht hättest missen wollen?
Wie im letzten Jahr auch sind das in erster Linie mein Liebster und meine Freunde und die Dinge, die ich mit ihnen unternommen habe – Kinobesuche, Wanderungen, Dartabende, die Urlaube in Dänemark und auf Langeoog, meine erste Regatta und der Segeltörn nach Dänemark, der Dombesuch, bei dem mich die Tochter eines Freundes zu Fahrgeschäften überredet hat, in die ich von allein keinen Fuß gesetzt hätte, und die mir richtig Spaß gemacht haben. Und genau wie im letzten Jahr sind das mehr als drei.

12. Drei Dinge, auf die du gut hättest verzichten können?
1. Die Nächte im Krankenhaus, besonders die Tamponaden, die mir das Atmen durch die Nase nahezu unmöglich gemacht haben, sowie die klappernde Trachealkanüle meiner bedauernswerten Zimmergenossin. Die erste Nacht war richtig scheiße. Danach wurde es etwas besser. Ich habe eine Nasenscheidewandbegradigung und Nasenmuschelverkleinerung vornehmen lassen und bekomme nun, da alles abgeheilt ist, abends endlich wieder Luft. Das war das Jahr zuvor nämlich nicht der Fall, und da man mir versichert hat, dass abschwellendes Nasenspray, das ich die letzten Monate täglich genommen habe, um überhaupt schlafen zu können, auf lange Sicht invasiver ist als eine OP, habe ich mich zu dem Eingriff durchgerungen. Und würde es wieder tun, das Ergebnis ist überzeugend.
2. Schon wieder ein Umzug. Das ist einfach immer teuer und kräftezehrend. Aber auch hier ist das Ergebnis überzeugend und ich würde es wieder tun. Ich bin bei meinem Liebsten eingezogen und fühle mich das erste Mal seit drei Jahren wieder richtig zuhause.
Und nachdem ich jetzt eine Weile erfolglos überlegt habe, ob ich noch was für „3.“ habe, höre ich damit einfach auf und freu mich drüber.

13. Was hast du 2014 neues begonnen?
Ich spiele seit August Ingress. Das ist ein Spiel von Niantic, einer Google-Tochter. Man spielt es mit dem Smartphone mit einer kostenlosen App, der die Google-Karte zugrunde liegt. Es ist ein bisschen wie Geocaching, nur ohne Dosen. Man läuft draußen herum mit dem Ziel, bestimmte Punkte auf der Karte, sogenannte „Portale“, für die eigene Fraktion einzunehmen (die Portale sind in der Regel an Kirchen, Denkmälern, sonstiger Kunst … eben an markanten Orten in der Landschaft). Es gibt zwei Fraktionen, die „Enlightened“ (im Spiel grün, daher auch „Frösche“) und die „Resistance“ (blau = „Schlümpfe“) und dazu auch eine Hintergrundgeschichte. Man nimmt Portale ein, indem man die sogenannten „Resonatoren“, die der Gegner am Portal angebracht hat, zerstört, und eigene Resonatoren platziert. Das sind virtuelle Gegenstände, die man erhält, indem man ein Portal „hackt“. Davon geht es nicht kaputt, und man kann sowohl Portale der eigenen als auch der gegnerischen Fraktion hacken, man kriegt immer was. Hat man zwei Portale eingenommen, verbindet man sie miteinander. Hat man noch ein drittes, verbindet man das mit den beiden vorherigen, und die so entstehende dreieckige Fläche ist wichtig für die globale Gesamtwertung. Es macht Spaß, man ist viel an der frischen Luft und lernt jede Menge Leute kennen, weil bestimmte Dinge im Spiel nur im Team richtig gut funktionieren.

14. Wovon hast du dich 2014 getrennt?
Wie im letzten Jahr auch anlässlich des Umzugs von ziemlich viel Zeug – es war tatsächlich noch was übrig. In erster Linie waren das Dinge, von denen man nur eins pro Haushalt braucht. Von meinen Haustieren – die letzte Ratte ist im Mai gestorben und ich habe keine neuen angeschafft. Manchmal vermisse ich sie, die erste Zeit war seltsam, schließlich hatte ich, seit ich vor zwanzig Jahren in mein erstes WG-Zimmer gezogen bin, immer welche.

15. 2014 in einem Satz?
Alles fällt an seinen Platz.

16. Hast du ein Motto für 2015? Und wenn ja, welches?
Ja, und zwar: „Ich kaufe nichts“. Dazu schreibe ich noch einen separaten Blogeintrag.

Wieder da

Nach einem halben Jahr Pause stelle ich mich der Erkenntnis: „Kein Blog ist auch keine Lösung“ und mache weiter. Ich weiß noch nicht, mit welcher Frequenz, ich nehme mir natürlich vor, regelmäßig zu schreiben, aber ich werde mich damit nicht stressen. Wenn nix los ist, ist halt nix los. Nach und nach werde ich ein paar der alten Einträge aus dem Archiv holen, abstauben und hier wieder präsentieren – vielleicht nicht ganz zurück bis 2008, obwohl … wer weiß, was ich da so finde. Inhaltlich wird es der Gemischtwarenladen bleiben, der es vorher war. Nicht jeder Eintrag wird jeden interessieren, und ich verspreche, mir mit der Kategorienwahl Mühe zu geben. Ich habe mir außerdem ein neues WordPress-Theme gegönnt, das ich noch so gar nicht verstehe, es ist also mit optischen Kapriolen zu rechnen. Schaumermal. Ich freu mich jedenfalls drauf.