840 Perlen und 111 Korken

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Es fehlte noch ein Foto des fertigen Jeweled Cowl. Hier ist es. Gestrickt aus Cascade Alpaca Lace mit 4,5er Nadeln nach einer freien Anleitung von Sachiko Uemura (Link führt zu Ravelry). Damit ist das erste Langzeit-UFO abgeschlossen. Das nächste – die Socken – geht auch voran.

Dann habe ich eine weitere Idee von der langen Bank gezerrt, geweckt, abgestaubt und umgesetzt:

02-Pinnwand

Seit Jaaahren sammle ich Korken, um sie zu einer Pinnwand zu verarbeiten. Ohne eine wirklich konkrete Idee. Ich habe mich letztlich entschieden, die Korken der Länge nach zu halbieren und mit Holzleim auf die Rückwand eines Ribba-Bilderrahmens von IKEA zu kleben. Von der Verwendung der Heißklebepistole wurde mir abgeraten, also habe ich das gar nicht erst versucht. Holzleim war im Haus, den habe ich ausprobiert, und da er gut gehalten hat, bin ich dabei geblieben. Dabei habe ich ringsum die ca. 5 mm frei gelassen, die hinter dem Holz verschwinden – die Beschnittzugabe des Bildes, wenn man so will – und diesen Teil mit einigen Streifen dicker Pappe beklebt, um das Fehlen von Glas und Passepartout auszugleichen. Es wäre im Nachhinein auch eine Möglichkeit gewesen, eine stärkere Holzplatte statt der zum Rahmen gehörenden Rückwand zu verwenden, weil die allein doch etwas wobbelig ist, aber ich drücke die Pins ja nicht mit Gewalt hinein. Bei kleineren Formaten wobbelt’s vielleicht auch weniger. Aber ich wollte ja 50 x 50. Wenn schon, denn schon!

Eigentlich sollte der Abschluss des Faseradventskalenders einen eigenen Eintrag bekommen. Aber jetzt bin ich ohnehin gerade in Schwung, also zeige ich euch das Ergebnis auch gleich noch.

trillian

Die Anleitung ist Trillian von Martina Behm. Wie alle Anleitungen, die ich bisher von ihr kenne, hat sich auch diese quasi von selbst gestrickt, das Muster der Spitzenkante hat man nach ein paar Reihen im Kopf, und das Garn hat durch seine besondere Beschaffenheit auch entscheidend dazu beigetragen, das Stricken voranzutreiben („diese Farbe noch zuende und dann hör ich auf … ach nein, jetzt kommt die Seide, die stricke ich auch noch … ürgs, jetzt kommt das Kratzige, das bringe ich eben hinter mich, dann muss ich morgen nicht damit anfangen …“). Dieses Jahr wird es wieder einen Faseradventskalender von Spinnert & Gewollt geben. Beziehungsweise mehrere: da der Ansturm so groß war, war der geballte Arbeitsaufwand zu Anfang Dezember fast nicht mehr zu bewältigen, so dass man sich entschieden hat, übers Jahr verschiedene Themen-Adventskalender anzubieten. Los geht’s im März mit dem Thema „Am Meer“. Den kann man jetzt schon bestellen und er wird ab Anfang März geliefert. Da ist dann knapp neun Monate Selbstdisziplin angesagt.

Januar

HexipuffsFür den Januar hatte ich mir vorgenommen, den Jeweled Cowl fertigzumachen. Eigentlich hatte ich mir zunächst vorgenommen, ihn „signifikant voranzubringen“ und die bestehende Reihenanzahl zu verdoppeln. Ich bin diesen Monat umgezogen und war nicht sicher, wie viel Zeit ich überhaupt zum stricken haben würde, außerdem wusste ich zwar noch, wann ich das Teil begonnen hatte, nicht aber, wie viele Stunden oder Tage ich schon hineingesteckt hatte. Die doppelte Reihenanzahl hatte ich bereits nach wenigen Tagen geschafft. Und nachdem ich hochgerechnet hatte, wie viele Stunden noch in etwa dran zu stricken sein würden und welchen Aufwand das auf den Tag heruntergebrochen bedeuten würde (etwa eine Dreiviertelstunde), dachte ich mir: nicht lang fackeln – fertigmachen! Und jetzt trocknet er gespannt auf der Moosgummimatte und ist da so unfotogen wie alle Strickstücke, die auf Moosgummimatten trocknen, deswegen habe ich heute leider noch kein Foto für euch.

Stattdessen zeige ich euch die Hexipuffs. Ich habe mich entschlossen, mit dem beekeepers quilt weiterzumachen. Als Resteprojekt hat er keine hohe Priorität, daher hatte ich beschlossen, an jedem Tag mit einer 6 im Datum Hexipuffs zu stricken. Für Januar war das Ziel einer pro Tag, also drei, geworden sind es fünf. Zukünftig sollen es zwei pro 6./16./26. werden.

Für den Februar habe ich mir das nächste UFO vorgenommen, 2013 begonnene Socken. Der erste Schaft ist etwa zur Hälfte fertig, ich weiß nicht mehr, welches andere tolle Projekt diesen Socken in die Quere gekommen ist. Dass ich sie nicht weitergestrickt habe lag daran, dass sie ein Geschenk hätten werden sollen und die vorgesehene Empfängerin sich als no longer knitworthy erwiesen hatte. Das passiert selten, aber es passiert. Ich finde die Farben allerdings auch toll, und auf ein Paar Socken mehr oder weniger kommt es dann auch nicht an. Außerdem stehen diesen Monat ein Schlüsselbrett mit Kreuzstichmuster und eine Küchengardine an. Letzteres keine große Kunst, sondern eine langweilige Schwarzbrot-Näharbeit, die Überwindung kostet. Ich werde eine vorhandene Gardine kürzen und mit Schlaufen versehen. Ersteres Neuland, zu dem lediglich eine vage Idee, ein Döschen voll Sticktwist und die Kreuzsticherfahrungen aus dem Handarbeitsunterricht in der fünften Klasse existieren. Ich bin gespannt, was dabei herauskommt.