Dreiecksgeschichten

IMG_5819Letztes Jahr war ich im Dänemark-Urlaub in der Nähe von Ringkøbing in einem sehr schönen Wollgeschäft – TIND Textil og Kunst, ich hatte darüber berichtet. Dieses Jahr waren wir wieder in der gleichen Gegend, und natürlich stand ein Besuch bei TIND auf dem Programm. Ich hatte mir vorgenommen, mir dort nur Wolle zu kaufen, wenn ich Trekantsområdet vorher fertig habe. Ich sag mal so: ich hätte es fertig gehabt, wenn ich die Anleitung richtig interpretiert hätte. Aber „an den Außenseiten zunehmen“ kann man nunmal auch auf die Außenseite des Strickstücks beziehen. Gemeint war aber die Außenseite des Dreiecks. Knoten im Kopf, passiert. Mir kam das mit fortschreitender Reihenzahl dann auch langsam komisch vor. Aber ist ja klar: Wenn ich in jeder vierten Reihe zunehmen soll, bis das Dreieck 33 linke Maschen breit ist, und wenn ich dann nur an der Außenseite des Strickstücks zunehme statt an den beiden Außenseiten des Dreiecks, brauche ich doppelt so viele Reihen. Also hab ich’s bis zum Beginn des Armloches wieder aufgezogen. Das Schöne ist ja, dass es beim zweiten Mal schneller geht, besonders, wenn man nur halb so viele Reihen stricken muss. Ich hab’s also erst gestern fertiggestellt, momentan trocknet es.
IMG_5845Aber ich hab trotzdem Wolle gekauft. Weil ich ja quasi im Prinzip so gut wie fast fertig war, das war höhere Gewalt. Also. Die diesjährige Beute sind drei Stränge Design.club.dk Duo Silke/Merino, eine Woll-Seidenmischung (65%/35%) in lila und dazu die Anleitung Venus von Else Schjellerup, ebenfalls beim Design Club erschienen, ein Top oder Pulli mit voluminösem Kragen, ich hab keine Ahnung, wie man einen solchen Kragen nennt. Ich werde die Variante mit Ärmeln stricken. Und es ist nun soweit, ich werde damit die die unter-3-mm-Nadelstärke-Schallgrenze durchbrechen (dass ich seit Jahren Socken mit 2,5 stricke zählt nicht, das sind Socken). Ein Pulli in 2,5 mm. Gut, dass ich die Nadeln aus dem Oma-Erbe nicht weggeschmissen hab.

Ein Gedanke zu „Dreiecksgeschichten

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