Ich kaufe nichts – das erste Quartal

IMG_8076Wie lief es denn so bisher mit dem Konsumverzicht? Ganz gut, auch wenn ich nur zu 90% konsequent war. Ich habe zwei Bücher gekauft und ein T-Shirt. Sonst nix, kein Handarbeitsmaterial, keine Tees und keine Kosmetika. Das finde ich so schlecht nicht. Ich bin etliche Male um neue Tees in hübschen Verpackungen herumgeschlichen, mehrmals an dem netten Stofflädchen vorbeigekommen, ohne der Restekiste zu verfallen, und ich habe drei Bücher nicht gekauft. Ich habe sie mit stattdessen wie geplant in der Bücherhalle ausgeliehen und eines davon auch nach zwei Kapiteln entnervt wieder zurückgetragen, nämlich „Albuquerque“ von Florian Wacker. Erzählungen, sehr gute Kritiken, klang ansprechend. Ich mag es allerdings nicht, wenn die Geschichten nur skizziert werden und vieles offen bleibt, das ich mir dann in meinem eigenen Kopf vervollständigen muss. Meinen Kopf kenne ich. Und ich lese unter anderem, um aus meinem Kopf rauszukommen, dieses Buch hat für mich also leider nicht funktioniert. Der erste vermiedene Fehlkauf des Jahres. Die anderen beiden stehen noch im Regal und warten, bis sie dran sind, denn erst müssen die beiden gekauften Bücher gelesen werden. Das erste ist „Darm mit Charme“. Je nun. Eigentlich hatte beim Erscheinen dieses Buches meine Hype-Allergie angeschlagen. Man kam ja gar nicht dran vorbei. Sowas löst bei mir seit jeher Widerwillen aus. So wie Harry Potter damals. Schlimm. Aber dann konnte ich nicht schlafen und habe bei Spotify irgendein Hörbuch zum Einschlafen gesucht. Ihr ahnt es: irgendwann war es zwei Uhr und ich war beim Blinddarm angekommen, hellwach, völlig fasziniert. Ich hab es dann tagsüber noch zweimal gehört und habe einzelne Dinge nachgelesen. Und beschlossen, mit das Buch zu kaufen, damit ich mich durch die angegebenen Quellen lesen und Post-Its reinkleben kann. Gedacht, gekauft. Und die Version bei Spotify ist gekürzt, im Buch steht noch viel mehr. Das hat sich auf jeden Fall schon mal gelohnt. Das zweite Buch „Und sie fliegt doch – eine kurze Geschichte der Hummel“ von Dave Goulson gehört dann schon eher in die Kategorie Affektkauf, auch wenn ich ein paar Tage drumherumgeschlichen bin und nur sehr kurz rein-, mich aber abends dafür sofort festgelesen habe. Es ist ein Sachbuch, aber eher wie eine Erzählung geschrieben, sehr flüssig, mit sehr britischem Humor. Und Hummeln und Bienen finde ich ja super. Die Steinhummel heißt lateinisch übrigens bombus lapidarius, darüber muss ich immer kichern, wenn ich das höre. bombus lapidarius. Herrlich.

Das T-Shirt war übrigens das Tourshirt von Katzenjammer, das ich mir beim Konzert am 9. März in der Großen Freiheit gekauft habe. Für Tourshirts gilt das gleiche wie für Urlaubsgarn: ein Shirt beziehungsweise Wolle für ein Projekt ist frei. :)

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