Bambikleid

Bambikleid01
Bis Ende letzten Jahres habe ich mir noch regelmäßig die burda gekauft. In jeder Ausgabe habe ich irgendein Teil gefunden, das ich mir gern irgendwann nähen wollte, meist Kleider. In meinem Regal stehen drei Zeitschriftensammler mit burden drin, aus denen oben kleine Post-It-Lesezeichen rausgucken. Ich hab sogar mal versucht, mit Post-It-Farben Ordnung reinzubringen – pink für Kleider, gelb für Hosen, orange für Oberteile, grün für Sonstiges. Was genau ich mir von diesem System damals versprochen habe, kann ich gar nicht mehr sagen, fest steht, dass es jedenfalls nicht dazu geführt hat, dass ich Projekte schneller angehe geschweige denn abschließe. Je nun.

Letzte Woche hat mir facebooks Funktion „An diesem Tag“ eine Projektidee von vor zwei Jahren wieder in die Timeline gespült. Ich hatte mich spontan in das Kleid Nr. 129 aus der burda 12/2013 verguckt, nur wollte ich es nicht einfarbig ferkelrosa nähen, sondern stattdessen zwei Stoffe verwenden, einen einfarbigen und einen gemusterten. Der Schnitt sieht nämlich oben und am Saum echte Teilungsnähte vor, das ist nicht einfach nur abgesteppt. Der Plan war schnell gefasst, und ich habe auch relativ flott über Dawanda den namensgebenden Stenzodruck gefunden und erstanden … und dann passierte zwei Jahre nichts. Bis facebook mich letzte Woche daran erinnert hat und ich, nachdem ich kurz überlegt habe, ob ich dieses Kleid wirklich noch haben will, beschlossen habe, es anzufangen. Ich habe also Futterstoff und dunkelbraunen Feincord bestellt, den Schnitt durchgezeichnet, und da der Feincord und DHL ungeplant eine ganze Woche miteinander verbringen wollten und der Futterstoff zuerst da war, habe ich, um den Schwung nicht zu verlieren, eben mit dem Futterkleid angefangen. Und das ist gerade fertig geworden und sitzt soweit gut.

Die Borte und der Zierstichfaden auf dem Bild sind Optionen, da weiß ich noch nicht, ob ich sie verwende. Weiterhin habe ich versuchsweise einen Ärmel von einem anderen Kleid zusätzlich durchgezeichnet und schaue mal, wie es aussieht, wenn ich statt des vorgesehenen Ärmels einen kürzeren einsetze. Denn etwas drunterziehen werde ich unter das Kleid auf jeden Fall. Die Armkugel sieht da etwas anders aus, und ich habe mit solchen Modifikationen noch überhaupt keine Erfahrung. Ich werde es einfach mal ausprobieren. Nächster Schritt: Oberstoff zuschneiden, falls nötig Baumwolldruck mit Vlieseline verstärken. Womöglich schon an diesem Wochenende.

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