Fantasy Filmfest Nights – Samstag


Dieses Jahr bin ich mal wieder dabei, und das auch gleich mit Dauerkarte. Zehn Filme werden gezeigt, alle nacheinander und nicht mehr parallel, so wie es in den letzten Jahren üblich ist und im Savoy-Kino auch gar nicht anders geht, denn die haben nur einen Saal. Das Kino ist toll, die Sitze bequem, das Foyer, in dem ich mich die Viertel- bis halbe Stunde zwischen den Filmen aufgehalten habe, gemütlich. Die Lage am Steindamm … nun. Nicht so schön. Aber dafür ist hoffentlich die Miete günstig. Ich war gestern doch ein bisschen überrascht, wie schlecht das Festival besucht ist.
Kommen wir zu den Filmen. Eine ausführliche Rezension kann und will ich hier gar nicht bieten, da gibt es genug Leute, die das besser können als ich. Ich schildere hier nur knapp meine Eindrücke, so, wie sie zwischen zwei Filmen aus mir herausfallen.

14:00 PET
Seth begegnet auf dem Heimweg von seiner Schicht im Tierheim Holly, seinem Highschool-Schwarm von früher. Er versucht, ein Date zu kriegen, kassiert eine Abfuhr, findet raus, wo sie wohnt, entführt sie und sperrt sie im Keller des Tierheims in einen Käfig. Soweit keine sonderlich überraschende Eröffnung, sozusagen „Bauer auf E 4“. Dann entspinnt sich zwischen den beiden ein fesselndes Psychospiel, dessen Verlauf ich so nicht erwartet hätte. Die beiden Hauptdarsteller spielen hervorragend zusammen die Dialoge sind auf den Punkt, hier stimmt alles. Besonders Ksenia Solo als Holly hat mir sehr gut gefallen. Empfehlung • mehr auf fantasyfilmfest.com

16:00 SWEET, SWEET LONELY GIRL
Schwer, Worte dazu zu finden, diesen Film muss ich wirklich noch ein bisschen sacken lassen. Die Stimmung hat mir gefallen, und der Regisseur sagte im anschließenden Q&A, dass die Stimmung auch das ist,worauf es ihm bei seiner Arbeit ankäme. Also dass der Plot hinter der Stimmung zurücksteht. Manche Leute mögen das nicht, er schon. Ich auch. Und wieder eine tolle weibliche Hauptrolle. Jetzt geht es weiter mit Vampirklamauk. Ich hätte gern noch ein halbes Stündchen Pause zum Nachsinnen, aber das gibt der Zeitplan nicht her. Schade. • mehr auf fantasyfilmfest.com

18:00 EAT LOCAL
Ich weiß nicht, woran es genau lag, aber leider hat dieser Film für mich nicht so recht gezündet. Und da – abgsehen von ein paar vereinzelten Lachern – keine Partystimmung im Kino aufkommen wollte, ging es wohl nicht nur mir so. Der Titel (auf dem Plakat am Ende mit einem blutig hingesplatterten S komplettiert) ist drollig, hat aber mit dem Inhalt im Grunde nichts zu tun. Die Figuren sind lustig, bleiben aber insgesamt zu flach (auch hier gibt es drei starke Frauenrollen, insgesamt scheint heute der Frauentag des Festivals zu sein). Dennoch: Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer und eine nette weißhaarige Dame mit Automatikwaffe noch keinen gelungenen Klamaukfilm. Die Handlung ist gerade eben rudimentär vorhanden. Es ist ein Stückwerk aus Ideen, das nicht so recht zusammenpassen mag. Und wenn jemand in der Beschreibung den britischen Humor lobt, hängt das meine Erwartungslatte ziemlich hoch. Einige Filme konnten die in den letzten Jahren auch reißen (Sightseers und Cockneys vs. Zombies fallen mir aus dem Stand ein, oder auch sämtliche Filme mit Simon Pegg) – dieser leider nicht. • mehr auf fantasyfilmfest.com

Ich habe jetzt eine willkommene Pause bis 20.15h, dann geht es mit Zombieapokalypse weiter. Bis dahin werde ich noch auf Sweet, Sweet Lonely Girl herumdenken.

20:15 IT STAINS THE SANDS RED
Endlich ein bisschen Partystimmung! Diesen Film trägt eine fantastische Brittany Allen, und zwar ganz allein. Stockholm Syndrome with a twist. Und Tamponwerbung. Mehr wird aber nicht verraten. Der Film ist ihr von den Vicious Brothers auf den Leib geschrieben worden, und die wussten, warum. Ich jetzt auch. Empfehlung!  • mehr auf fantasyfilmfest.com

22:30 GOING TO BRAZIL
Hier habe ich nach einer halben Stunde abgebrochen, also nach der Sexparty mit Todesfall und vor der Hochzeit bzw. dem bis an die Zähne bewaffnet im Bikini um die Häuser ziehen. Ich war von vornherein unschlüssig, ob mich dieser Film wirklich interessiert, aber mit einer Dauerkarte kann man ja mal gucken. Hab geguckt. Hat nicht gezündet. Zudem haben die Tatsache, dass es sich um eine französische Originalfassung mit englischen Untertiteln handelte sowie die Aussicht, nach Filmende 30 min auf die nächste U-Bahn warten zu müssen, die Entscheidung erleichtert: ab nach Hause. Heute geht’s weiter.  • mehr auf fantasyfilmfest.com

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